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August 23, 2012

Bibliografie o liturgii apostolskiej Nersingera, Wassilowsky'ego i Wolfa


Do naszego zbioru bibliografii dodane zostały opracowania zawierające się w dwóch prezentowanych już na łamach naszego portalu niemieckojęzycznych dziełach: (Ulrich Nersinger, Liturgien und Zeremonien am Päpstlichen Hof; Günther Wassilowsky, Hubert Wolf, Päpstliches Zeremoniell in der Frühen Neuzeit).

Trzy zamieszczone dokumenty są pełnymi zbiorami bibliografii i literatury dotyczącej omawianych przez wyżej wymienionych badaczy zagadnień (a więc całościowy pogląd na liturgię papieską, ze szczególnym uwzględnieniem jej stanu sprzed soborowych i posoborowych reform liturgicznych oraz papieski ceremoniał w czasach nowożytnych).

Oto wspomniane dokumenty (warto wspomnieć, że zestaw literatury znajdujący się w pierwszym tomie tytułu, który wyszedł spod pióra Nersingera obejmuje prawie 30 stron wielojęzycznych publikacji z okresu kilku wieków!):

# Günther Wassilowsky, Hubert Wolf - Päpstliches Zeremoniell in der Frühen Neuzeit [LITERATUR] 

# Ulrich Nersinger - Liturgien und Zeremonien am Päpstlichen Hof, t. I [LITERATUR] 

# Ulrich Nersinger - Liturgien und Zeremonien am Päpstlichen Hof, t. II [LITERATUR]

August 1, 2012

Päpstliches Zeremoniell in der Frühen Neuzeit. Das Diarium des Zeremonienmeisters Paolo Alaleone de Branca Während des Pontifikats Gregors XV. (1621-1623)


Kurzzusammenfassung: Mit dem vorliegenden Band wird erstmalig das Diarium eines päpstlichen Zeremonienmeisters aus der Frühen Neuzeit publiziert. Die Edition enthält die Notate, die Paolo Alaleone de Branca (1557/58–1643) während des Pontifikats Gregors XV. – ab dem Tod des Vorgängerpapstes Paul V. am 28. Januar 1621 bis zur Krönung des Nachfolgers Urban VIII. am 29. September 1623 – in seinem Tagebuch festgehalten hat. In der Frühen Neuzeit avancierten die Zeremoniardiarien zum ersten Reflexionsmedium symbolischer Praxis am päpstlichen Hof. Es gab kein liturgisches oder zeremonielles Ereignis, über das der Zeremonienmeister in dieser Art Chronik nicht berichtet hätte. Von der regelmäßigen Papstmesse, den öffentlichen, halböffentlichen oder geheimen Konsistorien des Kardinalskollegiums, über das diplomatische Zeremoniell eines Gesandtschaftsempfangs bis hin zu außergewöhnlichen Anlässen wie beispielsweise einer Heiligsprechung oder einer Papstwahl – in keiner anderen Quellengattung finden sich all diese Zeremonien von einem einzigen Autor beschrieben, der zudem noch selbst für ihre Planung und Durchführung verantwortlich zeichnete.


Einleitung (Auszug): Im Gegensatz zu Mittelalter und Renaissance steht die Erforschung des Papstzeremoniells der Frühen Neuzeit ganz am Anfang. Während die Mediävistik die Bedeutung des Zeremoniells für ihre Papsttums- und Romforschung immer schon mehr oder weniger hoch veranschlagte, hat die auf anderen Feldern ungemein produktive Frühneuzeitforschung zu Rom diesem Gegenstand – mit Ausnahme einiger wegweisender Pilotstudien der italienischsprachigen Romhistoriographie – bislang nur wenig Aufmerksamkeit entgegengebracht. Diese Leerstelle ist nicht nur mit dem primär sozialhistorischen bzw. »mikropolitischen« (doch kulturgeschichtlich durchaus offenen) Erkenntnisinteresse der gegenwärtigen frühneuzeitlichen Romforschung erklärbar, sondern hat vielleicht noch mehr mit einer latent teleologischen Vorstellung zu tun, die durch die Rekonstruktion der mittelalterlichen Entwicklung evoziert worden sein mag und in deren Perspektive man dem päpstlichen Zeremoniell der Frühen Neuzeit gar keine Geschichte mehr einräumte.

Tatsächlich erreichte mit der Fertigstellung des sogenannten Caeremoniale Romanum von Agostino Piccolomini Patrizi (1435–1495) und Johannes Burckard (um 1450–1506) im Jahre 1488 eine Jahrhunderte dauernde Tradierung und Überarbeitung von Zeremonienbüchern an der päpstlichen Kurie ihren vorläufigen Schlußpunkt. Die Epoche nach dieser grundlegenden Kodifizierung wurde schließlich zeremoniellgeschichtlich vielfach nur noch als unproduktive Anwendung der spätmittelalterlichen Textvorlage unter dem Gesichtspunkt der Erstarrung wahrgenommen und damit einer selbständigen Erforschung als nicht würdig erachtet. Daß eine solche Einschätzung kaum den fundamental neuen Herausforderungen gerecht wird, auf die das Papsttum im Zeitalter von reformatorischer (Zeremoniell-)Kritik, von Katholischer Reform und Konfessionalisierung selbstverständlich auch auf dem Feld symbolischer Kommunikation zu reagieren hatte, dürfte in einer Zeremonialgeschichte, die nicht nur immanente Textentwicklungen nachvollzieht, sondern soziale, kulturelle, theologische Kontexte mit berücksichtigt, keiner eingehenden Begründung bedürfen. Auch wenn es zur Grundfunktion des Zeremoniells gehört, herrschaftliche Macht geradezu durch die Darstellung von Kontinuität und Unveränderlichkeit zu legitimieren, und sich deswegen Transformationen in zeremoniellen Handlungen gewöhnlich nur in sehr »feinen Unterschieden« deutlich machen lassen, sind in der Frühen Neuzeit schon allein auf institutioneller Ebene fundamentale Neuheiten zu beobachten, die offensichtlich von einer äußerst bewegten Geschichte auch des päpstlichen Zeremoniells dieser Epoche zeugen.

Günther Wassilowsky, Hubert Wolf, Päpstliches Zeremoniell in der Frühen Neuzeit. Das Diarium des Zeremonienmeisters Paolo Alaleone de Branca Während des Pontifikats Gregors XV. (1621-1623), Münster 2007, ss. 464 [Rhema Verlag] [Alcuinus].

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Vorwort

Mit dem vorliegenden Band wird erstmalig das Diarium eines päpstlichen Zeremonienmeisters aud des Frühen Neuzeit publiziert. Die Edition enthält die Notate, die Paolo Alaleone de Branca (1557/58-1643) während des Pontifikats Gregors XV. – ab dem Tod des Vorgängerpapstes Paul V. am 28. Januar 1611 bis zur Krönung des Nachfolgers Urban VIII. am 29. September 1623 – in seinem Tagebuch festgehalten hat. In der Frühen Neuzeit avancierten die Zeremoniardiarien zum ersten Reflexionsmedium symbolischer Praxis am päpstlichen Hof. Es gab kein liturgisches oder zeremonielles Ereignis, über das der Zeremonienmeister in dieser Art Chronik nicht bereichtet hätte. Von der regelmäßigen Papstmesse, den öffentlichen, halböffentlichen oder geheimen Konsistorien des Kardinalskollegiums über das diplomatische Zeremoniell eines Gesandtschaftsempfangs bis hin zu außergewöhnlichen Anlässen wie beispielsweise einer Heiligsprechung oder einer Papstwahl – in keiner anderen Quellengattung finden sich all diese Zeremonien von einem einzigen Autor beschrieben, der zudem noch selbst für ihre Planung und Durchführung verantwortlich zeichnete.

Entstanden ist die Edition innerhalb des Teilprojektes B 6 »Päpstliches Zeremoniell in der Frühen Neuzeit« des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Sonderforschungsbereichs 496 »Symbolische Kommunikation und gesellschaftliche Weresysteme vom Mittelalter bis zur Französischen Revolution« an der Westfälichen Wilhelms-Universität Münster.

Unser erster Dank gilt dem gegenwärtigen Zeremonienmeister des Papstes, Herrn Erzbischof Piero Marini, für die großzügige Erteilung der Sondererlaubnis zur Konsultation des Zeremonialarchivs im Apostolischen Palast. Ohne diese und die Unterstützung weiterer vatikanischer und römischer Bibliotheken und Archive, insbesondere der Biblioteca Apostolica Vaticana, hätte die vorliegende Edition nicht realisiert werden können.

Viele weitere Personen haben uns bei der Editionsarbeit geholfen: Die Idee, gerade diesen Abschnitt aus dem großen Quellenkorpus frühneuzeitlicher Zeremoniardiarien editorisch aufzuarbeiten, geht auf die erste wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt B 6, Dr. Antje Bräcker, zurück. Dr. Johan Ickx, Dr. Christian Jerger, Dr. Bertram Lesse, Prof. Dr. Christel Meier-Staubach, Dr. Frank Vollmer und Dr. Julia Zunckel haben durch wertvolle Hilfen und Hinweise einen maßgeblichen Anteil am Zustandekommen der Edition. Für eine ganze Generation von studentischen Hilfskräften ist »Alaleone« zum geprägten Begriff geworden: Frank Everszumrode, Robert Kläsener, Lea Kohlmeyer, David Krebes und Dominik Potthast leisteten Korrekturarbeit und trugen eine Unmenge von Datenmaterial insbesondere für die Register zusammen. Ihnen allen gilt unser herzlichster Dank!

Möge die Veröffentlichung dieses Diariums die frühneuzeitliche Zeremoniell- und Papsttumsforschung zu Untersuchungen auf noch kaum begangenen Feldern anregen.

Münster in Westfalen, im August 2007
Günter Wassilowsky, Hubert Wolf

July 19, 2012

Staatsbesuch im Vatikan: Was das Protokoll vorsieht


Zenit.org: Am heutigen 20. November hat Papst Benedikt XVI. den italienischen Staatspräsidenten Giorgio Napolitano im Vatikan empfangen. Wie sieht der protokollarische Ablauf eines derartigen Besuches aus?

Die offizielle Visite eines Monarchen oder Staatsoberhauptes beim Papst folgt einem feierlichen Zeremoniell, das die Besucher immer wieder beeindruckt, in seinem genauen Ablauf aber nur wenigen Außenstehenden bekannt ist.


Die Ankunft der ausländischen Gäste im Damasushof des Papstpalastes wird durch Fanfarenstöße angekündigt; eine Abteilung der Schweizergarde erweist die militärischen Ehrenbezeugungen. Der Präfekt des Päpstlichen Hauses, der Generalrat des Staates der Vatikanstadt, der Kommandant der Päpstlichen Schweizergarde und Edelleute Seiner Heiligkeit (weltliche Kammerherren des Papstes) heißen den Staatsbesuch willkommen. Die Päpstliche Musikkapelle intoniert die Nationalhymne der Gäste.

Der Staatsgast, seine Gemahlin und der Außenminister des Landes werden vom Präfekten und den höheren vatikanischen Würdenträgern mit dem Aufzug zum zweiten Stockwerk des Apostolischen Palastes geleitet, das Gefolge führen die Edelleute Seiner Heiligkeit über die Treppen hinauf. An der Spitze des sich nun formierenden Ehrenzuges begibt sich ein Wachtmeister der Päpstlichen Schweizergarde, gefolgt von den Bediensteten der päpstlichen Vorzimmer (unter ihnen die „Sediari“, die ehemaligen Sänftenträger des Papstes), während Hellebardiere der Schweizergarde zur Rechten und Linken dem Staatsbesuch das Geleit geben.

Ulrich Nersinger

Suburbikarische Bistümer, Titelkirchen und Diakonien einst und jetzt


Zenit.org: In den kommenden Wochen werden Besucher und Bewohner der Ewigen Stadt Zeugen besonderer Feiern in römischen Kirchen werden. Im Öffentlichen Konsistorium vom 18. Februar 2012 hatte der Heilige Vater zweiundzwanzig Geistliche aus aller Welt in das Kardinalskollegium berufen, ihnen das Rote Birett aufgesetzt, einen kostbaren Ring angesteckt und Gotteshäuser in der Ewigen Stadt zugewiesen. Mit der Übertragung von Titelkirchen und Diakonien an die neuen Purpurträger wurden diese symbolisch dem römischen Klerus zugerechnet. Laut dem kirchlichen Gesetzbuch aus dem Jahre 1983 verfügen die Kardinäle in diesen Gotteshäusern jedoch über keine Leitungsgewalt und sollen „sich in keiner Weise in die Angelegenheiten einmischen, die sich auf deren Vermögensverwaltung, Diziplin oder kirchlichen Dienst beziehen“; es wird ihnen aber eindringlich empfohlen, „das Wohl dieser Kirchen mit Rat und Schirmherrschaft zu fördern“.

Die „presa di possesso“, die Besitzergreifung eines Titels oder einer Diakonie, ist sowohl für den Kardinal wie auch für die römische Gemeinde eine wichtige Zeremonie und ein beeindruckendes Geschehen. Ist der Kardinal ein Mitglied der Kurie finden sich häufig auch die Mitarbeiter seiner Behörde zu der Feier ein; manche auswärtigen Purpurträger reisen mit Pilgerzügen und -flügen aus ihrer Diözese an; bei den nichtitalienischen Kardinälen nehmen oft die beim Heiligen Stuhl und der Republik Italien akkreditierten Botschafter des Heimatlandes und die Alumnen des jeweiligen Nationalkollegs an der Zeremonie teil.

Nach der Besitzergreifung erfolgt ein Zusammentreffen des Purpurträgers mit dem Klerus und den Gläubigen seines Titels oder seiner Diakonie. Der Kardinal wird sich bei dieser Gelegenheit auch danach erkundigen, wie er „seine“ Kirche unterstützen kann. Purpurträgern aus reichen Ländern werden oft Gotteshäuser anvertraut, die dringend einer Renovierung bedürfen, oder die sich in den ärmeren römischen Stadtvierteln befinden und deren Gemeinden für jede ideelle und materielle Unterstützung dankbar sind. Immer schon haben sich die meisten der Kardinäle verpflichtet gefühlt, ihrem Titel oder ihrer Diakonie die notwendige Unterstützung zukommen zu lassen; viele Gedenktafeln und Inschriften bezeugen diese Verbundenheit eines Kardinals mit „seiner“ Titelkirche oder Diakonie.

Ulrich Nersinger

Der Papst als Zuhörer: Advents- und Fastenpredigten im Vatikan


Zenit.org: Predigten und geistliche Ansprachen im Vatikan sind kein ausschließliches Privileg des Papstes. Auch das Oberhaupt der katholischen Kirche versteht sich als Zuhörer – besonders in den besinnlichen Zeiten des Kirchenjahres.

In den vergangenen Jahrhunderten war die Homilie eines Papstes sogar eher die Ausnahme. Nur zu ganz besonderen Gelegenheiten legte er den Gläubigen bei der Feier der Heiligen Messe die Heilige Schrift aus. Es war üblich, dass zu bestimmten Festen Ordensleute und Priesterstudenten der verschiedenen römischen Kollegien bei der feierlichen Papstliturgie predigten. So hatte am Hochfest Allerheiligen ein Alumne des Collegium Germanicum-Hungaricum, des deutsch-ungarischen Priesterseminars in Rom, vor den Papst zu treten. Zudem gab es im Vatikan einen eigens bestimmten Prediger aus dem Ordenstand, der in der Advents- und Fastenzeit dem Papst, den Kardinälen, den Kurienbischöfen und den Angehörigen des Römischen Hofs geistliche Ansprachen hielt.

Den Prediger des Papstes gibt es noch heute. Im diesjährigen Advent wird er an vier Tagen (am 2., 9., 16. und 23. Dezember) im Papstpalast, in der Kapelle „Redemptoris Mater“ jeweils um 9.00 Uhr seiner Aufgabe nachkommen. Die Predigtreihe im Advent 2006 steht unter dem Thema: „‚Wir verkündigen Jesus Christus als den Herrn‛ (2 Kor 4,5) – Der Glaube an Jesus Christus heute“.

Mit Blick auf den Apostel Paulus, den Evangelisten Johannes und die Glaubensaussagen des Konzils von Nicäa wollen die vier Adventspredigten eine Betrachtung der aktuellen Lage des Glaubens an Jesus Christus geben. Die Predigtreihe fragt nach den Herausforderungen, denen sich heute zu stellen ist. Die Meditationen sollen helfen, sich auf das Weihnachtsfest so vorzubereiten, dass man den Erlöser empfängt wie Maria, die „im Glauben den gebar, den sie im Glauben empfangen hatte“ (heiliger Augustinus).

Ulrich Nersinger

Die Feuerwehr der Päpste


Zenit.org: Das schwere Erdbeben in Mittelitalien – in L’Aquila und Umgebung – hat viele Opfer gefordert, Verletzte und Tote. Tausende von Menschen haben ihr Hab und Gut verloren. Die Zahl der Obdachlosen nimmt ein erschreckendes Ausmaß an. Bemerkenswert jedoch ist die Hilfe, die den Erdbebenopfern aus ganz Italien zu Teil wird. Unter den vielen Helfern, die seit Montag in den Abruzzen im Einsatz sind, befinden sich auch Mitglieder der vatikanischen Feuerwehr.

Der Kommandant der vatikanischen Gendarmerie, Dr. Domenico Giani, der in der Vatikanstadt für die Sicherheitsdienste und den Zivilschutz verantwortlich zeichnet, sagte gegenüber Radio Vatikan: „Noch in der Nacht, sobald wir von dieser enormen Tragödie erfahren haben, habe ich mit unseren Vorgesetzten gesprochen, mit Bischof Boccardo und Kardinal Lajolo; wir haben dann das Staatssekretariat informiert... In diesem schmerzhaften Moment haben wir es als unsere Pflicht gesehen, dass auch die Feuerwehr des Vatikanstaates einen Beitrag leistet. Auch wenn der eher symbolisch ist – gemessen am Ausmaß der Katastrophe und der Zahl der Helfer des Zivilschutzes –, wir wollen in dieser großen Not da sein und unsere Hilfe anbieten. Das ist auch eine moralische Unterstützung für die Menschen die leiden – im Namen des Papstes“.

Die Feuerwehrleute des Heiligen Vaters leisten ihren Dienst in der Ortschaft Onna, die durch das Erdbeben fast zur Gänze von der Landkarte gelöscht wurde. Paolo De Angelis, Kommandant der vatikanischen Feuerwehr, berichtete aus Onna: „Die Lage ist katastrophal. Der Ort ist zerstört, allein hier haben die Hilfskräfte 40 Leichen aus den Trümmern geborgen. Wir arbeiten mit den italienischen Feuerwehrleuten zusammen, wir überprüfen die Statik der Häuser, die stehen geblieben sind und begleiten auch die Überlebenden in die Trümmer ihrer Häuser, um in kurzer Zeit und streng überwacht das wichtigste Hab und Gut sicher zu stellen. Die Bevölkerung hat unsere Ankunft als großes Zeichen der Solidarität gewertet. Die Menschen brauchen hier jetzt Trost und Unterstützung jeder Art, ihnen wurde ja alles entrissen. Diese Geste der Solidarität seitens des Vatikanstaates bedeutet für uns sehr viel – persönlich wie beruflich“.

Ulrich Nersinger

July 18, 2012

Die Fronleichnamsprozessionen der Päpste


Zenit.org: Pontifikatsmedaillen der Päpste, kostbare Kupferstiche und imposante Gemälde geben noch heute Zeugnis von den Fronleichnamsprozessionen in der Ewigen Stadt, jenem machtvollen Bekenntnis der katholischen Kirche zur Realpräsenz des Herrn im Allerheiligsten Altarsakrament.

Das Fest „Fronleichnam – Herrenleib“ (lat. „Corpus Domini“) geht auf die Visionen der Augustinernonne Juliana von Lüttich (1209) zurück. Die fromme Ordensfrau hatte beim Beten den Mond betrachtet und auf ihn einen kleinen schwarzen Flecken entdeckt. Christus bedeutete ihr im Traum, dass der Mond für die Kirche stehe, der Flecken aber für das Fehlen eines Festes zur Verehrung der heiligen Hostie. Mit der Apostolischen Bulle „Transiturus“ vom 11. August 1264 schrieb Papst Urban IV. (Jacques Pantaléon, 1261-1264) – als Erzdiakon von Lüttich war er mit der Untersuchung der Visionen der Ordensfrau betraut worden – das Fest für die Weltkirche vor. Sein Tod verhinderte jedoch die Durchführung dieser Anordnung. Papst Johannes XXII. (Jaques Duése, 1316-1334)  verschaffte ihr dann allgemeine Geltung, indem er sie im Jahre 1317 in den „Klementinen“, einer Sammlung päpstlicher Dekrete, veröffentlichte.

Eine der ersten Prozessionen zum Fest „Corpus Domini“ dürfte um das Jahr 1278 in Köln stattgefunden haben. Der Ablauf der Fronleichnamsprozession wurde jedoch erst im „Caeremoniale Episcoporum“ von 1600 und im „Rituale Romanum“ von 1614 geregelt; im Gegensatz zu der diesseits der Alpen gebräuchlichen Form bestand er aus einem mit Gesängen begleiteten ununterbrochenen Umgang, an dessen Schluss der Segen mit dem Sanctissimum erteilt wurde.
 
von Ulrich Nersinger

July 5, 2012

Ulrich Nersinger - Insignien des Papstes - einst und jetzt. Sedia Gestatoria, Talamo un Flabelli

December 31, 2011

Ulrich Nersinger, Liturgien und Zeremonien am Päpstlichen Hof [Band II] - Krótka prezentacja


Staraniem wydawnictwa Nova et Vetera ukazał się (nieco spóźniony wobec zapowiedzi wydawniczych) drugi tom dzieła Liturgien und Zeremonien am Päpstlichen Hof autorstwa znanego niemieckiego watykanisty - Ulricha Nersingera.

Pod względem wydawniczym książka prezentuje się w identyczny sposób, jak tom I (a więc nie odbiega od najlepszych standardów). Niestety, pojawiają się jednak literówki (są one jednak bardzo nieliczne) oraz niewielkie nieścisłości metodologiczne w liście bibliograficznej podanej na końcu książki (np. brak podanej daty przy adresie filmu internetowego).

Zawartość merytoryczna: siedem rozdziałów (od X do XVI wraz z dodatkami) traktuje w szczegółach o takich zagadnieniach, jak: obrzędy i ceremonie związane z godnością kardynalską; beatyfikacje i kanonizacje; obrzędy, ryty i zwyczaje związane z Wielkimi Jubileuszami; papieskie dary i zaszczyty, jak Złota Róża, Agnus Dei, czy Stocco e Berrettone; Chinea; audiencje papieskie, ich ceremoniał i przebieg; obrzędy związane z śmiercią i pogrzebem papieża; papieskie pojazdy, etc.

Na końcu dzieła dołączone zostały także stosowne dodatki - dokumenty dotyczące reformy papieskich liturgii, jak i obrzędów i zwyczajów dworu papieskiego, wprowadzonych przed, jak i po Soborze Watykańskim II (jeden z dodatków to także partycje organowe utworów wygrywanych w Bazylice św. Piotra na srebrnych trąbkach). Całości dopełnia indeks rzeczowy (dla obydwu tomów).



Publikacja obejmuje 509 stron ubogaconych 172 fotografiami bądź ilustracjami. Do literatury podanej w tomie I (ponad 800 pozycji) dodano jeszcze 90 (w kategoriach: książki, artykuły, Internet, DVD). Tak więc, dzieło to obejmuje łącznie 1048 stron, 439 fotografii bądź ilustracji oraz podaje 914 pozycji bibliograficznych (w wielu kategoriach).

Dokonując podsumowania tej krótkiej prezentacji: dzieło (w pełnym znaczeniu tego słowa) profesora Ulricha Nersingera jest obecnie najlepszą (ogólną) współczesną publikacją dotyczącą tematu liturgii papieskiej.

Ulrich Nersinger, Liturgien und Zeremonien am Päpstlichen Hof, t. II, Bonn 2011, ss. 509.
Dziękuję wydawcy za udostępnienie egzemplarzu do prezentacji.

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ISBN 978-3-936741-75-9
Erscheinen: 15. Oktober 2011
509 Seiten mit 172 Abbildungen
Format: 16,5 x 24,5 cm,
Hardcover, Zeichenband
Preis: 49,- EUR


December 29, 2011

Liturgien und Zeremonien am Päpstlichen Hof [II] - Inhaltsverzeichnis


December 21, 2011



X. Kapitel
Riten und Zeremonien rund um das Kardinalat

1.) Konsistorium und Kreierung
2.) Die Residenz und Familie des Kardinals
3.) Zeremonielle Vorschriften
4.) Kleidung und Insignien der Kardinäle
5.) Die Entsendung von Kardinälen als Legaten a latere
6.) Kardinalserhebung und Besitzergreifung einer Titlekirche oder Diakonie nach heutigem Recht

Exkurs: Suburbikarische Bistümer, Titelkirchen und Diakonien - einst und jetzt

XI. Kapitel
Selig- und Heiligsprechungen

1.) Geschichtliche Entwicklung
2.) Die Feier des Seligsprechung
3.) Die Feier der Heiligsprechung
4.) Selig- und Heiligsprechungen bis zum Ende des Pontifikats Johannes Paulus II
5.) Änderungen durch Papst Benedikt XVI

XII. Kapitel
Die Feier der Heiligen Jahre

1.) Vom jüdischen Jobelfest zum christlichen Heiligen Jahr
2.) Die Heilige Pforte
3.) Die Öffnung der Heiligen Pforte

Exkurs: Eine kurze Geschichte der Heiligen Jahre

XIII. Kapitel
Weihe und Übergabe päpstlicher Ehrengeschenke

1.) Das Agnus Dei
2.) Die "Goldene Rose"
3.) Stocco e Berrettone - Schwert und Hut
4.) Schlüssel und Fahnen
5.) Die fasce benedette

Exkurs: Die Pontifikatsmedaillen

XIV. Kapitel
Die Chinea - eine fierliche Tributzahlung an den Papst

1.) Die Zeremonien der Chinea
2.) Der geschichtliche Hintergrund
3.) Die Verweigwerung der Chinea

Exkurs: Tributabgaben am Hochfest der Apostelfürsten

XV. Kapitel
Die Audienzen des Papstes

1.) Audienzen am Päpstlichen Hof
2.) Audienzräume und Anticamera Pontificia
a) Apostolischer Palast des Vatikans
b) Apostolischer Palast in Castel Gandolfo
3.) Die Tabellen- und Privataudienzen
4.) Bacciamano-Audienzen und öffentliche Sonderaudienzen
5.) Die Überreichung der lettere credenziali (Beglaubigungsschreiben) der an den Heiligen Stuhl entsandten Botschafter
6.) Staatsempfang für einen katolischen Monarchen oder Souverän am Päpstlichen Hof
7.) Audienzen nach der Reform des Päpstlichen Hofes

Exkurs: Die Tabellenaudienzen der Jahre 1863 und 1917
Exkurs: Eine Audienz im Gartenhaus des Quirinalspalastes
Exkurs: Kaiser Wilhelm II. im Vatikan
Exkurs: Eine Audienz in den Dreißiger Jahren des 20. Jarhunderts

XVI. Kapitel
Tod und Beisetzung des Papstes

1.) Geschichtlicher Überblick
2.) Die Zeremonien zu Beginn des 19. Jahrhunderts
3.) Tod und Beisetzung des Papstes im 20. Jahrhundert
4.) Die Bestimmungen Papst Johannes Pauls II. zum Tode und zur Beisetzung des Papstes
5.) Tod und Beisetzung Papst Johannes Pauls II.

Exkurs: Die letzte Reise Papst Pauls VI
Exkurs: Rom ohne Papst

Anhang

1.) Die Illumination von Sankt Peter
2.) Die Girandola auf der Engelsburg und dem Monte Pincio
3.) "Liturgische" Kanonensalven

Auszug aus 'Die Päpste zu Lande, zu Wasser und in der Luft'
- In Carozza - Die Kutschen Seiner Heiligkeit
- "Macchina belissima!" - Die Päpste und das Auto

Die "Silbernen Trompeten"

Dokumente



Ergänzende Quellen- und Literaturangaben (Hauptteil siehe Band 1)
Gesamtregister

November 8, 2011

Ulrich Nersinger: Liturgien und Zeremonien am Päpstlichen Hof, Band II


NovaetVetera.de: Noch immer vermögen Papstmessen, Kardinalserhebungen oder die Feier der Heiligen Jahre Besucher der Ewigen Stadt, Pilger und Touristen, zu beeindrucken. Sie sind aber nur noch ein schwacher Abglanz des Geschehens, das sich bei päpstlichen Liturgien und Zeremonien einst vor den Augen der staunenden Teilnehmer entfaltete. Durch die nachkonziliare Liturgiereform und die Umwandlung des Päpstlichen Hofs in das „Päpstliche Haus" trat eine entscheidende Wende ein; im Vollzug päpstlicher Feierlichkeiten sollte eine „evangeliumsgemäße Schlichtheit" (Paul VI.) Fuß fassen.

Mit dem nun vorliegenden zweiten Band beschließt der führende Vatikanist Ulrich Nersinger seine umfassende Darstellung der Feierlichkeiten, wie sie im Vatikan vor den Reformen der Jahre 1968 und 1970 üblich waren; zudem enthält jedes Kapitel an seinem Ende einen Abschnitt, in dem über die jeweils heutige Praxis und entsprechende Veränderungen Auskunft gegeben wird.

Der zweite Band behandelt die Themenbereiche: Tod und Beisetzung des Papstes, Die Audienzen, Weihe und Übergabe päpstlicher Ehrengeschenke (Agnus Dei, Goldene Rose, fasce benedette / Geweihte Windeln etc.), die Feier der Heiligen Jahre und die Selig- und Heiligsprechungen. Ein weiterer Abschnitt beschäftigt sich mit den Riten und Liturgien rund um das Kardinalat (u.a. Kreierung, Zeremonielle Vorschriften, Kleidung und Insignien). Ebenfalls behandelt wird die „Chinea" – jene Tributzahlung des Königreichs beider Sizilien, die alljährlich in einer spektakulären Reiterprozession zur Vigilfeier der Apostelfürsten an den Papst geleistet wurde.

Der Anhang enthält u.a. kleinere Abschnitte zur Illumination von Sankt Peter, der Girandola auf der Engelsburg und über die „Liturgischen" Kanonensalven sowie neben einigen wichtigen Dokumenten auch die nahezu verschollenen Noten der „Silbernen Trompeten" – d.h. des marcia trionfale beim Einzug des Papstes und des largo eucharistico (von Domenico Salveri) bei der Erhebung der Eucharistischen Gestalten in der feierlichen Papstmesse.

Für den Leser äußerst wertvoll ist ein umfangreiches Gesamtregister, dessen Inhalt beide Bände des Werkes umfaßt.

Die von Nersinger geleistete Arbeit kann als einzigartig betrachtet werden; kein anderes vergleichbares Werk der päpstlichen Liturgiegeschichte und der Geschichte zum Päpstlichen Hof ermöglicht in diesem Umfang und mit dem Ziel der Vollständigkeit der aufgearbeiteten Quellen einen Einblick in eine Welt, der wissenschaftlichen Ansprüchen genügt und sich gleichzeitig unterschiedslos an alle historisch interessierten gesellschaftlichen Gruppen wendet.


September 16, 2011

Watykanista o znaczeniu tiary i zmianach w Mszy papieskiej


Oto polskie tłumaczenie wywiadu przeprowadzonego przez Radio Watykańskie z Ulrichem Nersingerem, autorem dzieła Liturgien und Zeremonien am Päpstlichen Hof (dotąd wydano pierwszy z dwóch tomów).



Obszerne dzieło Ulricha Nersingera zatytułowane zostało „Liturgie i ceremonie dworu papieskiego”. Autor jest specjalistą w dziedzinie ceremonii historycznych na Watykanie i przedstawia w swojej książce w wymownych świadectwach papiesko-dworską przeszłość i jej pozostałości w naszych czasach. Przykładowo autor poświęca obszerny rozdział rodzinie papieskiej. Było wtenczas wielu tajemnych biskupów, prałatów, urzędników, świeckich i duchownych jednocześnie. Na początek Gudrun Sailerr pragnie dowiedzieć się od autora, co pozostało obecnie z dawnych wysokich stanowisk.

W roku 1968 za papieża Pawła VI mieliśmy reformę Kurii [Rzymskiej]. Wiele urzędów zniesiono lub zmieniono, lub też ‘unowocześniono’ ich nazwy. Niemniej wiele urzędów przetrwało, przy czym przeważnie pod inną nazwą.

Jakie to były urzędy?

Mamy ich kilka, gdy głowa państwa, minister lub ambasador składa wizytę Ojcu Świętemu nie przychodzi do papieża jedynie w towarzystwie duchownych, lecz także w asyście świeckich. Pośród owych świeckich była wcześniej grupa o nazwie „Tajemni szambelani z mieczem i płaszczem”. Tak się nazywali, bowiem nosili hiszpańskie kostiumy dworskie, bardzo imponujące szaty, które z biegiem czasu po Soborze zniesiono i zmieniono ich nazwę. Z tajemnych szambelanów z mieczem i płaszczem powstali tzw. Gentiluomini di Sua Santità, czyli szlachta Jego Świątobliwości. Urząd ów piastują zasłużeni świeccy, przeważnie z Rzymu. Nie noszą już na sobie hiszpańskich szat, lecz frak [płaszcz] i order oraz charakterystyczny łańcuch z papieskimi insygniami, tiarą oraz skrzyżowanymi kluczami.

Poświęca Pan obszerny rozdział tematowi tiary. W dzisiejszych czasach trudno sobie wyobrazić, że papież nosił niegdyś koronę królewską – była ona szczególnych znakiem ziemskiej władzy.

Papież nigdy nie nosił tiary w czasie ceremonii [ściśle – przyp. red.] liturgicznych, – co najwyżej w drodze do lub od ołtarza. Tiara nie jest bynajmniej liturgiczną oznaką godności, lecz świecką oznaką suwerenności papieskiej.

Korona papieska składa się z trzech części i dowodzi Pan różnych interpretacji dotyczących jej formy. Które są najbardziej lub najmniej prawdopodobne dla owych trzech części?

Uważam, że w interpretacjach należy zachować powściągliwość. Słyszę i czytam wciąż bardzo wymyślne wykładnie. W XVII wieku ktoś napisał, że tiara oznacza życie Kościoła w trzech językach – hebrajskim, greckim i łacińskim i podobne porównania. Może należałoby się trzymać po prostu słów wypowiadanych w czasie koronacji papieskiej. Kardynał diakon nakładający papieżowi koronę mówi, że papież jest „ojcem książąt, władcą świata i namiestnikiem naszego Zbawiciela Jezusa Chrystusa”. To mogłaby być jedna z możliwych interpretacji.

Mówi Pan o ceremonii koronacji papieża w czasie teraźniejszym. Wiemy, że w dzisiejszych czasach nie ma już koronacji papieskiej, bowiem Paweł VI podarował [komuś] tiarę. Co ciekawe, można przeczytać w Pańskiej książce, że nikt nie chciał jej początkowo wziąć! Co się działo?

Paweł VI chciał podarować tiarę jako dar dla ubogich; tymczasem szybko zorientował się, że sprzedaż insygnium wcale nie była taka łatwa. Podarował ją wtedy kard. Spellmanowi z Nowego Jorku, sprytnemu człowiekowi interesu i wierzył, że ów sprzeda ją w ramach powierzonego zadania — oddania jej dla ubogich. To się jednak nie udało i ostatecznie tiara znalazła się w sanktuarium maryjnym w Waszyngtonie. Stoi w dolnym kościele a obok niej [jest] małe naczynko, do którego można wrzucać datki na papieskie cele charytatywne. Tak więc w końcu tiara pozostała w posiadaniu Kościoła, a przy tym spełnia swoje zadanie, bowiem ‘zbiera’ datki na ubogich. Rozmawiałem kiedyś z rektorem bazyliki, który powiedział, że w ciągu jednego roku zebrały się pokaźne środki.

A co z ceremonią papieskiej koronacji?

Choć Paweł VI oddał tiarę jako osobiste insygnium to nie zniósł jej w oficjalnych dokumentach. Zatem w jego dekrecie o wyborze papieża z 1975 roku, czyli ponad 10 lat od zniesienia tiary, znajduje się jeszcze akapit, mówiący, że po wyborze papież jest koronowany. Oddanie tiary przez Pawła VI było dlań aktem osobistym, nie zaś przepisem dla przyszłych pontyfikatów.

Czy oznacza to, że w dokumentach tiara żyje nadal tak jak przedtem?

Przynajmniej w dekrecie o wyborze papieża z 1975 roku, który został następnie na nowo potwierdzony kolejnymi dekretami — w nowszych dokumentach akapit ów został po prostu wykreślony.

Dwór papieski w swoim czasie przypominał dwory świeckie, które można było znaleźć w całej Europie. Doń należeli — jako praktyczny szczegół codziennego utrzymania — dostawcy dworscy. Wcześniej było ich bardzo wielu. Ilu?

W zasadzie w każdym obszarze można dostawcom zaopatrującym papieża i jego dwór nadać tytuł papieskiego dostawcy dworskiego. Byli nimi krawcy, dostawcy produktów spożywczych, np. dobrze znany włoski producent oliwy z oliwek – który w latach 20-tych otrzymał ów tytuł.

Czy dla tych osób był to rodzaj pewnego P[ublic] R[elations], szczególny zaszczyt, czy walczono o tytuł dostawcy dworskiego, czy w ogóle tytuł istniał oficjalnie?

Owszem i był nader pożądany! Był potężnym środkiem Public Relations. Ten, kto otrzymał ów tytuł, mógł być pewny, że w katolickim społeczeństwie zdobył szeroką klientelę. W Anglii sytuacja wyglądała podobnie. Wie Pan zapewne, że niektóre przedsiębiorstwa działają z ramienia Jej Królewskiej Mości „by appointment of Her Majesty The Queen” i że jest to symbol jakości. Ale jest też inny bardzo ciekawy przykład, gdy tytuł dostawcy dworu papieskiego mógł wpędzić firmy w poważne tarapaty. Przykładowo u nas w Niemczech w bawarskim Tirschenreuth była tkalnia, firma Mehler, która otrzymała w roku 1927 tytuł dostawcy dworu papieskiego. Była zeń bardzo dumna, znalazła się w prospektach reklamowych i przy wejściu do firmy powieszono godło papieskie, co było przywilejem. Firma jednakże wycierpiała wiele po przejęciu władzy przez skrzydło narodowo-socjalistyczne. W gazetach pojawiały się wiadomości, które przybrały jeszcze na sile w latach 1936-1938 i zaatakowały ów tytuł celowo, doprowadzając do czasowego zamknięcia fabryki.

Watykan potrzebował i nadal potrzebuje ochrony różnych gwardii. Dziś ma do dyspozycji Żandarmerię Watykańską i Gwardię Szwajcarską – wcześniej były to jeszcze dodatkowo Gwardia Szlachecka i Gwardia Palatyńska. Co to były za gwardie?

Gwardia Szlachecka składała się z 70 szlachciców i w 1801 roku została na nowo utworzona. Wcześniej istniał szlachecki korpus rycerski strzegący papieża, lecz w czasie zawirowań francuskich, czyli okupacji Państwa Kościelnego w roku 1798, został zniesiony. Nowo założona Gwardia Szlachecka miała zaprosić szlachtę Państwa Kościelnego do służby na dworze papieskim. Gwardia Palatyńska z kolei powstała w roku 1850 i miała także poprzedniczki, Milicję Obywatelską [niem. Bürgermiliz], składającą się z obywateli rzymskich, ok. 500 mężczyzn. Obie gwardie miały za zadanie reprezentowanie mieszkańców Rzymu u papieża. Gdy przyjrzymy się owym czterem gwardiom istniejącym do roku 1970, reprezentowały one całe społeczeństwo: szlachtę, mieszczaństwo, następnie żandarmerię składającą się z prostych ludzi i na koniec formację piechoty, czyli Gwardię Szwajcarską.

Gwardia Palatyńska jest szczególnie ciekawa z punktu widzenia historyków epoki. W czasie II Wojny Światowej gwardia ta poszerzyła znacznie swoje szeregi…

Owszem. Gwardia Palatyńska w latach 1943-1944 odgrywała wielką rolę. W owym czasie Rzym okupowały wojska niemieckie i chodziło o to, by chronić wielu uciekinierów, czy to prześladowanych z powodów politycznych czy też mieszczan żydowskich. Wielu znalazło schronienie w watykańskich posiadłościach i to nie tylko w samym Watykanie, lecz także w wielu pałacach i budynkach o statusie eksterytorialnym. Okazało się wtenczas, że budynki te potrzebowały pewnej ochrony. Nie wiedziano, jak można byłoby temu zaradzić, zatem „wzięto” Gwardię Palatyńską i [tam] postawiono, ponieważ było wówczas ponad 20 posiadłości eksterytorialnych. Gwardia Palatyńska pełniła w tych trudnych czasach dwojaką funkcję: z jednej strony strzegła posiadłości, z drugiej zaś stwarzała możliwość zabrania do nich szczególnie zagrożonych obywateli Rzymu i dania im schronienia przed prześladowaniem policji faszystowskiej, SS i Wehrmachtu. Wtedy to po raz pierwszy powołano do Gwardii papieskiej mieszczan żydowskich, cały ich zastęp - tak więc pod ochroną Państwa Kościelnego byli oni strzeżeni podwójnie: raz jako strażnicy, drugi zaś jako strzeżeni.

Dochodzimy teraz do Mszy papieskiej: jakie są w Pana mniemaniu najbardziej oczywiste różnice pomiędzy dzisiejszą Mszą sprawowaną przez papieża Benedykta, a powiedzmy Mszą papieską sprawowaną w połowie XIX wieku?

Ledwo można je porównać. W moim przekonaniu, główna przyczyna tkwi w tym, że w „starej” Mszy papieskiej brały udział rzesze ludzi. Na Watykanie był ktoś, kto odgrywał pewną rolę na dworze papieskim, i był włączony w pewien sposób do owej liturgii. Dziś widzimy, że pokaźna część prałatów, biskupów, kardynałów a także świeckich sama siedzi w łodzi Kościoła. Wcześniej coś takiego należało raczej do rzadkości. Kiedyś był ktoś, kto należał do papieskiej rodziny lub Kaplicy, kto był w pewien sposób zaangażowany w liturgię, niezależnie od tego, czy była to jedynie mała rólka bądź czynność. Różnica względem czasów nam współczesnych polega też naturalnie na tym, że kiedyś było o wiele mniej Mszy [w ścisłym sensie – przyp. red.] papieskich. Mieliśmy do czynienia z pewnego rodzaju stopniowaniem, nie zawsze papież sprawował liturgię sam, lecz przewodził Mszy lub liturgii, zaś celebransem był arcybiskup lub kardynał. Od kilku dziesięcioleci mamy pewną rozmaitość i mnogość Mszy papieskich, co było kiedyś nie do pomyślenia.

Czy może Pan powiedzieć ilu mniej więcej dostojników lub świeckich miało swoje role?

Trudno powiedzieć, ale gdy przyjrzy się Pan starym zdjęciom, zobaczy Pan rzesze ludzi otaczających papieża. Mogę wymienić pewne funkcje, które dziś byłyby nie do pomyślenia: niegdyś było na przykład wiele klas prałatów, które mamy jeszcze dzisiaj, bardzo aktywnych, którzy uczestniczyli w liturgii. Myślę na przykład o sędziach Roty Rzymskiej. Prałaci ci siedzą dziś na Mszy papieskiej w sekcji dla wiernych. Kiedyś np. asystowali papieżowi w drodze do ołtarza. Papież miał na sobie szeroki płaszcz, którego końce przytrzymywali, lub nieśli krzyż procesyjny, czy też pełnili inne posługi np. turyferarza, czyli tego, który niósł kadzielnicę. Albo sędziowie Sygnatury Apostolskiej: ich posługą było niesienie świec, co dziś, niestety, jest nie do pomyślenia.

Jak długo trwało wówczas nabożeństwo papieskie?

Wraz z przygotowaniem trwało wiele godzin. I nie należy sobie go wyobrażać jako liturgii bardzo sztywnej. Kiedyś były wielkie trybuny dla różnych uczestników liturgii, dla korpusu dyplomatycznego, szlachty, wiernych oraz przełożonych zakonnych [niem. Ordensoberen]. Pod trybunami były tzw. bufety. Tam uczestnicy, którzy pełniący bardzo długą służbę mieli możliwość odświeżenia się wodą i innymi artykułami. Była to więc rzecz bardzo żywa, i ponieważ liturgie ciągnęły się godzinami, była możliwość zmiany osób i ich odejścia, by się odświeżyć.

Brzmi to wręcz jak atmosfera święta ludowego, prawdziwego świętowania...

Myślę, że chodzi jeszcze o coś innego. Gdy ogląda się filmy z lat czterdziestych i pięćdziesiątych liturgia wygląda jak mrowisko. Ale mrowisko, które wie, co ma robić. Dlatego też funkcjonowało i było pełne życia. Czasem się za tym tęskni. Niektóre liturgie u Świętego Piotra jawią mi się dziś jako bardzo dostojne, ale czasami brakuje mi nieco żywszej iskierki.

Jedną z ważniejszych ceremonii dotyczących urzędu papieskiego jest Konklawe. Dla nas naturalnie odbywa się ono w Kaplicy Sykstyńskiej. Kaplica nie zawsze jednak była miejscem wyboru papieża.

Bynajmniej. Jeszcze w XIX wieku jedno z najsłynniejszych Konklawe miało miejsce w Wenecji. Miało ono miejsce po upadku Państwa Kościelnego, lub inaczej – okupacji przez wojska francuskie. Było to Konklawe, które wybrało Piusa VII. Kolejne posiedzenia Konklawe miały miejsce na Kwirynale. Dopiero Leon XIII dostrzegł, że po upadku Państwa Kościelnego istnieje tylko jedna możliwość – odbycie Konklawe w Kaplicy Sykstyńskiej.

Czy Cappella Sistina była zatem praktycznie rozwiązaniem z konieczności?

Niezupełnie, bowiem była też wcześniej miejscem wyborów. Sądzę, że jest to miejsce bardziej godziwe, dostojniejsze, motywujące wyborców.

W późnym średniowieczu wybór papieża miał miejsce na Lateranie...

...między innymi. Tym niemniej posiedzenia Konklawe miały też miejsce w Viterbo i innych miastach.

Wcześniej wybór papieża odbywał się pod strażą dzisiejszej ‘security’ w Rzymie, gdyż w przeciwnym razie dochodziłoby łatwo do ekscesów i zamieszania wszelkiego rodzaju. Jakie były mechanizmy obronne Konklawe na przestrzeni wieków?

Była pewna rzymska rodzina książęca, której powierzono to zadanie. Szlachcic nosił tytuł marszałka Świętego Kościoła Rzymskiego i Stróża Konklawe i miał silną władzę militarną. Tak więc mógł zwołać wojsko, ale musiał też się sam częściowo angażować. Pewnego razu musiał chronić Konklawe osobiście, a do tego jeszcze mieszkania i pałace kardynalskie – gdyż, gdy tylko lud dowiedział się, który z kardynałów został papieżem, miał w zwyczaju szturmować pałac owego kardynała i z domu nie zostawał kamień na kamieniu. Była tzw. grupa szybkiej interwencji marszałka, która wysyłała tam rycerstwo ku wzmocnieniu obecnych tam już straży. Tymczasem również samo Konklawe wymagało ochrony, bowiem zawsze istniało niebezpieczeństwo, że siły ziemskie próbowałyby wywrzeć [na nie – przyp. red.] jakiś wpływ. Do końca istnienia Państwa Kościelnego straże te przejęły pewne jednostki armii papieskiej. Od roku 1870 gwardia domowa przejęła pałeczkę strażniczą, Gwardię Szwajcarską, Gwardię Szlachecką, Gwardię Palatyńską i naturalnie Żandarmerię Papieską.

W pierwszym 500-stronicowym tomie opisuje Pan pełnię ceremonii o charakterze kościelnym i świeckim w czasie reformy kurii, bowiem przed reformą Pawła VI, którą przywołuje Pan na wstępie, bogactwo ceremonialne było o wiele większe. Jaki cel przyświeca Pańskiemu dziełu?

Chciałem po prostu pokazać, jakie mamy bogactwo. Przywołuję naturalnie wiele rzeczy, których już dziś się nie wykonuje, które jednakże żyją lub mogą żyć nadal w ten czy inny sposób. Wielu rzeczy, które zniesiono, nie możemy ożywić na nowo w sposób sensowny. Jednak istnieją nadal elementy, nad którymi warto się zastanowić, jak by je jeszcze można ponownie wbudować lub jak wykorzystać bogactwo niegdyś dawane przez nie Kościołowi. Jestem przekonany, że przy tym trzeba być wolnym od ideologii. Rzecz należy postrzegać przez pryzmat historii i nauki, patrząc na to, co ma sens i należałoby się także nieco zastanowić, co serce podpowiada.

Które ze zniesionych elementów ceremonii papieskich warto byłoby Pańskim zdaniem ponownie wprowadzić?

Przykładowo istnieje możliwość (której już jesteśmy świadkami na Mszach papieskich) ponownego wzięcia co pocześniejszych szat z historycznych zbiorów. Uważam to za sensowne, lecz oczywiście w rozsądnym zakresie. Wybór szaty lub rokiety nie powinien być wyborem samym w sobie, lecz środkiem pomocniczym, środkiem przekazu dla historii i środkiem wyrazu; nigdy jednak zwiastunem wojny – niezależnie od tego, po której stronie się stoi.

Dzieło pt. „Liturgia i ceremonie dworu papieskiego“ (tom I) Ulricha Nersingera ukazało się staraniem wydawnictwa nova & vetera.

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Tłumaczenie: Anna Filomena Kaźmierczak

September 7, 2011

Neuerscheinung: Feiern, Zeremonien und Rituale am Papsthof


Radio Vaticana: „Liturgien und Zeremonien am Päpstlichen Hof“ heißt ein umfangreiches Werk aus der Feder von Ulrich Nersinger. Der Autor ist Spezialist für historische Zeremonien im Vatikan und schwelgt in seinem Buch in beredten Zeugnissen der päpstlich-höfischen Vergangenheit und ihrer Überbleibsel in der Gegenwart. Ein langes Kapitel widmet Ulrich Nersinger beispielsweise der päpstlichen Familie. Da gab es eine Menge Geheimprälaten, Geheimmonsignori, Geheimämter, die Laien und Kleriker gleichermaßen innehatten. Was ist davon heute noch in Amt und Würden, wollte Gudrun Sailerr im Interview zunächst von Ulrich Nersinger wissen.



Wir hatten 1968 eine Reform der Kurie durch Papst Paul VI. Es sind viele Ämter entweder aufgehoben oder umgewandelt worden, oder der Name wurde modernisiert. Aber es gibt immer noch eine ganze Reihe dieser Ämter, meistens aber unter einem anderen Namen.

Welche Ämter wären das?

Wir haben etwa, wenn ein Staatsoberhaupt, ein Minister oder Botschafter den Heiligen Vater besucht, wird er nicht nur von Geistlichen zum Papst geleitet, sondern auch von Laien. Unter diesen Laien gab es früher eine Gruppe mit dem Namen „Geheime Kammerherren mit Degen und Mantel“. Die hießen so, weil sie die spanische Hoftracht trugen, ein sehr imposantes Gewand, das hat man im Lauf der Jahre nach dem Konzil abgeschafft und auch den Namen geändert. Es wurden dann aus den geheimen Kammerherren mit Degen und Mantel die Gentiluomini di Sua Santità, die sogenannten Edelleute Seiner Heiligkeit. Das sind verdiente Laien, meist aus Rom, die dann dieses Amt ausüben. Sie tragen nicht mehr die spanische Hoftracht, sondern Frack und Orden und eine besondere Kette, an denen die päpstlichen Insignien, Tiara und die gekreuzten Schlüssel hängen.

Der Tiara widmen Sie ein langes Kapitel in Ihrem Buch. Heutzutage kann man sich kaum mehr eine Vorstellung davon machen, dass der Papst eine Herrscherkrone trug – zumal sie ja ein Zeichen weltlicher Herrschaft war.

Die Tiara wurde nie zu liturgischen Zeremonien des Papstes getragen. Höchstens wenn der Papst zu einer Liturgie hinzog und sich von einer Liturgie entfernte. Aber sie ist kein liturgisches Würdezeichen, sondern ein weltliches Hoheitszeichen des Papstes.

Die Papstkrone ist dreiteilig, und Sie führen verschiedene Interpretationen für diese äußere Form an. Welches sind denn die wahrscheinlichsten bzw. die unwahrscheinlichsten Deutungen für die drei Reifen der Tiara?

Ich glaube, man sollte sich bei der Interpretation sehr zurückhalten. Ich höre und lese immer wieder Interpretationen, die sehr abstrus sind. Jemand schrieb im 17. Jahrhundert, das bedeute, dass die Kirche in den drei Sprachen Hebräisch, Griechisch und Latein lebe, und ähnliche Vergleiche. Vielleicht sollte man sich einfach an die Worte halten, die bei der Krönung gesprochen werden. Wenn der Kardinaldiakon dem Papst die Tiara aufsetzt, spricht er davon, dass der Papst „der Vater der Fürsten, der Lenker der Welt und der Statthalter unseres Heilandes Jesus Christus“ ist. Das sollte man als eine mögliche Interpretation sehen.

Sie haben jetzt von der Zeremonie der Papstkrönung im Präsens gesprochen. Wir wissen, dass es heute keine Papstkrönung mehr gibt, weil Paul VI. die Tiara verschenkt hat. Interessant ist in Ihrem Buch nachzulesen, dass die Tiara zunächst niemand haben wollte! Wie lief denn das?

Der Papst hatte die Tiara als Geschenk für die Armen gedacht, sah aber schon früh, dass es gar nicht so einfach war, diese Insignie zu verkaufen. Er gab sie dann Kardinal Spellman von New York, der auch ein gewiefter Geschäftsmann war, und hat geglaubt, dass er sie im Sinn dieses Auftrages, sie den Armen zu widmen, verkaufen könne. Das ist aber nicht gelungen, und schließlich ist sie ins Nationalheiligtum, ins Marienheiligtum nach Washington gekommen. Dort steht sie in der Unterkirche, und daneben befindet sich ein kleines Gefäß, in das man Geld werfen kann für die karitativen Dienste des Papstes. Sie ist also letztlich in kirchlichem Besitz geblieben, erfüllt aber auch die Funktion, dass Gelder für die Armen eingehen. Ich habe einmal mit dem Rektor der Basilika gesprochen, er sagt, es sind doch ganz große Beträge, die sich dort im Lauf eines Jahres ansammeln.

Und die Papstkrönung als Zeremonie?

Nun, Paul VI. hat zwar die Tiara als persönliche Insignie verschenkt, aber er hat sie in den offiziellen Dokumenten nicht abgeschafft. So ist in seinem Papstwahldekret von 1975, also über zehn Jahre nachdem er die Tiara niedergelegt hatte, noch den Passus drin, dass nach der Wahl der Papst gekrönt wird. Paul VI. hat das als persönlichen Akt gesehen, nicht so sehr als Vorschrift für kommende Pontifikate.

Heißt das, in den Dokumenten lebt die Tiara nach wie vor weiter?

Zumindest im Papstwahldekret von 1975, das ist ja nun auch schon erneuert worden durch andere Dekrete, in den neueren Dokumenten ist der Passus einfach gestrichen worden.

Der päpstliche Hof war zu bestimmten Zeiten vergleichbar mit weltlichen Höfen, wie wir sie in ganz Europa finden konnten. Dazu gehörten – als praktisches Detail der Alltagsversorgung – die Hoflieferanten. Von denen es in früherer Zeit eine ganze Menge gab. Welche denn?

Im Grund konnte man in jedem Bereich, der zur Versorgung des Papstes und seines Hofes gehörte, den Titel eines päpstlichen Hoflieferanten erlangen. Das waren Schneidereien, Lieferanten von Lebensmitteln, zB ein ganz bekannter italienischer Olivenöl-Produzent hatte in den 20er Jahren den Titel eines Hoflieferanten erhalten.

War das für die Betreffenden eine PR-Maßnahme, eine besondere Ehre, riss man sich um den Titel Hoflieferant, gab es den Titel überhaupt hochoffiziell?

Es gab diesen Titel, und er war äußerst begehrt! Er war eine Public Relations Maßnahme ungeheuren Ausmaßes. Wer diesen Titel bekam, konnte sicher sein, dass er unter der katholischen Bevölkerung eine große Kundschaft gewann. Ähnliches haben wir in England, Sie wissen, dass bestimmte Geschäfte by appointment of Her Majesty The Queen stehen und dass das auch für das Unternehmen ein Qualitätszeichen ist. Es gibt aber auch ein hochinteressantes Beispiel, dass der Titel päpstlicher Hoflieferant Firmen in schwierige Situationen bringen konnte. Da haben wir in Deutschland im bayerischen Tirschenreuth eine Tuchweberei gehabt, die Firma Mehler, die bekam 1927 den Titel eines päpstlichen Hoflieferanten. War sehr stolz darauf, hat ihn auch in allen Werbeprospekten geführt, und am Eingang zur Firma war das päpstliche Wappen angebracht, was ein Privileg war. Die Firma hat aber, als die Nationalsozialisten die Macht übernahmen, schwer darunter gelitten. Es gibt Zeitungsberichte, die mehrfach in den Jahren 36 und 38 in boshaftester Absicht diesen Titel angriffen, was zur zeitweiligen Schließung der Fabrik führte.

Der Vatikan bedurfte und bedarf bis heute des Schutzes durch diverse Wachkorps. Heute stehen dafür die Vatikangendarmerie und die Schweizergarde zur Verfügung, früher gab es zusätzlich noch die Nobelgarde und die Palatingarde. Was waren das für Truppen?

Die Nobelgarde bestand aus 70 Adeligen, die 1801 neu gegründet worden war. Es gab vorher schon adlige Ritterkorps, die den Papst bewachten, aber im Verlauf der französischen Wirren, also der Besetzung des Kirchenstaates im Jahr 1798, aufgehoben wurden. Die neu gegründete Nobelgarde sollte die Adeligen des Kirchenstaates dazu einladen, ihren Dienst am Hof des Papstes zu leisten. Die Palatingarde ist hingegen eine Gründung aus dem Jahr 1850, auch sie hatte Vorgängerorganisationen, es ist eine Bürgermiliz aus römischen Bürgern, sie war zirka 500 Mann stark. Beide Garden hatten auch den Auftrag, das römische Volk beim Papst zu repräsentieren. Wenn wir uns die vier Garden anschauen, die bis 1970 bestanden, so repräsentierten sie die ganze Bevölkerung: Adel, Bürgertum, dann die Gendarmerie, die sich aus einfachen Leute zusammensetzt, und schließlich die Landsknechte, das waren die Schweizergardisten.

Die Palatingarde ist aus Sicht der Zeithistoriker besonders interessant. Während des zweiten Weltkriegs wuchs ja dieses päpstliche Schutzkorps beträchtlich an…

Ja, die Palatingarde hat in den Jahren 1943 und 44 eine sehr große Rolle gespielt. In dieser Zeit war ja Rom von den deutschen Truppen besetzt, und es ging darum, viele Flüchtlinge, ob das politisch Verfolgte oder jüdische Mitbürger waren, zu beschützen. Und viele sind in vatikanische Besitzungen geflüchtet, in den Vatikan selber, aber auch in vielen Palästen und Gebäuden, die exterritorialen Status hatte. Es zeigte sich dann, dass diese Gebäude irgendeine Bewachung brauchten. Da man aber nicht wusste, wen man sonst einsetzen konnte, hat man die Palatingarde genommen und sie aufgestockt, denn es gab über 20 exterritoriale Besitzungen. Die Palatingarde hat in dieser schwierigen Zeit eine doppelte Funktion ausgeübt. Sie hat einerseits diese Besitzungen bewacht, andererseits war es eine Möglichkeit, besonders gefährdete Bürger Roms in sie aufzunehmen und sie so der Verfolgung durch die faschistische Polizei oder die deutsche SS und die Wehrmacht zu schützen. Es war das erste Mal, dass in einer päpstlichen Garde jüdische Bürger aufgenommen worden sind, eine ganze Reihe von ihnen, und so unter dem Schutz des Kirchenstaates zweifach geschützt wurden: Einmal als Bewacher, und einmal als Bewachte.

Wir kommen zur Papstmesse: was sind denn aus Ihrer Sicht die augenfälligsten Unterschiede einer heutigen Messe, wie Papst Benedikt sie feiert, zu einer Messe, sagen wir, Mitte des 19. Jahrhunderts?

Man kann das eigentlich nur sehr schwer vergleichen. Ich glaube ein Hauptgrundzug ist, dass in der alten Papstmesse sehr, sehr viele Leute beteiligt waren. Es war im Grunde jeder, der am Vatikan, am päpstlichen Hof eine Rolle spielte, auf irgendeine Art in dieser Liturgie integriert. Heute sehen wir, dass ein Großteil der Prälaten, der Bischöfe, der Kardinäle und auch der Laien im Kirchenschiff selber sitzen. Das war früher weniger so. Früher war jeder, der zur päpstlichen Familie oder zur päpstlichen Kapelle gehörte in diesen Gottesdienst irgendwie involviert und sei es nur durch einen ganz kleinen Handgriff oder eine ganz kleine Tätigkeit. Dieser Unterschied zu heute hängt natürlich auch damit zusammen, dass früher die Papstmessen doch viel seltener waren. Es gab auch gewisse Abstufungen, der Papst hat nicht immer selber zelebriert, sondern er hat der Messe oder Liturgie vorgestanden, hat aber dann einen Kardinal oder einen Erzbischof zelebrieren lassen. Heute haben wir seit einigen Jahrzehnten eine Vielfalt und eine so große Anzahl von Papstmessen, wie sie früher undenkbar war.

Können Sie ungefähr sagen, wie viele Würdenträger oder Laien ihren Handgriff zu tun hatten?

Das ist schwer zu sagen. Aber wenn Sie die alten Bilder sehen, sehen Sie diese Unmengen von Menschen, die um den Papst herum sind. Ich kann einige Funktionen nennen, die heute undenkbar wären: Früher waren zum Beispiel viele Prälatenklassen, die wir heute noch haben, sehr aktiv an der Liturgie beteiligt. Ich denke zum Beispiel an die Richter der römischen Rota. Diese Prälaten finden wir heute bei einer Papstmesse in einer Abteilung der Gläubigen sitzen. Früher haben sie beispielsweise dem Papst assistiert beim Gehen. Der Papst trug einen weiten Mantel, dessen Enden sie hielten, oder sie trugen das Vortragekreuz oder erfüllten andere Dienste wie zum Beispiel den eines Thuriferars, also den, der das Weihrauchfass bediente. Oder die Richter der Apostolischen Signatur: Sie fungierten als Kerzenträger, was heute, leider, undenkbar ist.

Wie lange dauerte denn damals ein Papstgottesdienst?

Mit den Vorbereitungen dauerte er mehrere Stunden. Und man muss sich das nicht als eine sehr steife Liturgie vorstellen. Früher gab es riesige Tribünen für die verschiedenen Teilnehmer der Liturgie, für das diplomatische Korps, für die Adligen, für die Gläubigen, für die Ordensoberen. Unter diesen Tribünen gab es sogenannte Büffets. Dort bestand für die Beteiligten, die sehr lange Dienste leisten mussten, die Möglichkeit, sich mit Wasser und andere Sachen zu erfrischen. Es war also eine sehr lebendige Sache, und weil diese Liturgien so lange dauerten, war die Möglichkeit gegeben, dass Personen ausgetauscht wurden und weggingen, um sich zu erfrischen.

Das klingt ja geradezu nach einer Volkfestatmosphäre, nach einer richtigen Feier...

Ich glaube, das war es auch etwas. Wenn man mal die Filme, die wir noch aus den 40er- und 50er-Jahren haben anschaut, dann sieht man das: es sieht aus wie ein Ameisenhaufen. Aber auch ein Ameisenhaufen, der weiß, was er machen muss. Daher hat es funktioniert und eine sehr große Lebendigkeit erhalten. Das kann man heute manchmal vermissen. Manche Liturgie in Sankt Peter erscheint mir heute sehr würdevoll und sehr besonnen, aber manchmal fehlt mir doch so ein bisschen der lebendige Funke.

Eine der herausragenden Zeremonien, die das Papstamt kennt, ist das Konklave. Für uns findet es heute selbstverständlich in der Sixtinischen Kapelle statt. Die Sixtina war aber keineswegs immer der Ort der Papstwahl.

Nein. Noch im 19. Jahrhundert fand eine der berühmtesten Konklave-Veranstaltungen in Venedig statt. Das war nach dem Zusammenbruch des Kirchenstaates, oder besser, der Besetzung durch die französischen Truppen. Das war das Konklave, aus dem Pius VII. hervorging. Die nachfolgenden Konklave-Veranstaltungen waren im Quirinal abgehalten worden. Erst Leo der XIII. sah, nachdem der Kirchenstaat nicht mehr existierte, als einzige Möglichkeit, das Konklave in der Sixtina abzuhalten.

Die Sixtina praktisch als Notlösung?

Das würde ich nicht so sehen, denn sie war auch früher schon Wahlort. Ich finde, es ist ein sehr angemessener, würdevoller und die Wähler motivierender Ort.

Im Hochmittelalter fand die Papstwahl gern im Lateran statt...

... unter anderem. Aber es gab auch Konklave-Veranstaltungen in Viterbo und in anderen Städten.

In früheren Zeiten wurden Papstwahlen unter, wie wir heute sagen würden, Security-Bewachung in Rom durchgeführt, weil es sonst leicht zu Ausschreitungen und Störungen aller Art gekommen wäre. Was waren die Schutzmechanismen des Konklaves im Lauf der Jahrhunderte?

Es gab eine römische Fürstenfamilie, die mit dieser Aufgabe betraut worden war. Der betreffende Adlige trug den Titel eines Marschalls der Heiligen Römischen Kirche und Kustode des Konklaves. Dieser hatte eine sehr starke militärische Autorität. So konnte er Truppen zusammenrufen und musste das zum Teil auch tun. Einmal, um das Konklave selber zu schützen, aber auch um die Wohnungen und die Paläste der Kardinäle zu schützen. Denn wenn das Volk erfuhr, wer von den Kardinälen Papst geworden war, war es üblich, zu dem Palast des Kardinals zu stürmen, und man ließ so gut wie nichts außer den Steinen des Hauses übrig. Es gab eine sogenannte schnelle Einsatztruppe des Marschalls, der dann eine Reiterei dorthin schickte, um die sowieso schon vorhandenen Wachen zu verstärken. Aber auch das Konklave selber musste geschützt werden, weil immer die Gefahr bestand, dass weltliche Mächte hier versuchten, Einfluss zu nehmen. Bis zum Ende des Kirchenstaates übernahmen diese Wachen auch bestimmte Einheiten der päpstlichen Armee. Ab 1870 übernahmen dann die päpstlichen Hausgarden den Schutz, die Schweizergarde, die Nobelgarde, die Palatingarde und natürlich auch die päpstliche Gendarmerie.

In Ihrem ersten, 500-seitigen Band breiten Sie die Fülle der Zeremonien geistlicher und auch weltlicher Art in der Zeit vor der Kurienreform aus. Denn vor der Kurienreform durch Paul VI., die Sie eingangs erwähnten, bestand dieser Reichtum in noch viel ausgefalteterer Form. Welches Anliegen verfolgen Sie genau mit diesem Werk?

Ich wollte eben aufzeigen, welchen Reichtum wir haben. Ich erwähne natürlich sehr viele Sachen, die heute nicht mehr vollzogen werden, die aber in irgendeiner Weise fortleben oder auch fortleben können. Viele Sachen, die abgeschafft worden sind, können wir sinnvollerweise nicht neu beleben. Aber es gibt immer wieder Elemente, für die es sich lohnt, doch zu überlegen wie man sie wieder einbauen kann oder wie man den Reichtum nutzen kann, den sie einst der Kirche gaben. Ich glaube, dabei muss man komplett ideologiefrei vorgehen. Man sollte es vom Historischen und Wissenschaftlichen her betrachten, von dem her, was sinnvoll ist, und man sollte wohl auch ein wenig bedenken, was das Herz anspricht.

Bei welchen der abgeschafften Elemente bei päpstlichen Zeremonien würde es sich denn Ihrer Meinung nach lohnen, wenn sie wieder in die Zeremonie eingebaut werden?

Zum Beispiel gibt es die Möglichkeit, und das erleben wir ja schon bei den Päpstlichen Messen, dass wieder stärker Gewänder aus historischen Beständen genommen werden. Das halte ich für sinnvoll, aber natürlich auch in einem gesunden Maße. Die Wahl eines Gewandes oder auch eines Rochetts soll nicht das Eigentliche sein, sondern es soll ein Hilfsmittel, ein Transportmittel für Geschichte und auch für eine Aussage sein; aber niemals eine Kampfansage – egal von welcher Seite.

September 6, 2011

Päpstliche Hoflieferanten und der Obelisk

February 14, 2011

Sammlung Philippi - The Philippi Collection and Papal liturgy

Wielu osobom na całym świecie znany jest Dieter Philippi, kolekcjoner (głównie) nakryć głowy, które można nazwać „religijnymi” (pochodzą one z 31 różnych religii). Posiada on w swojej kolekcji niezwykłe eksponaty, które wzbudzają zainteresowanie (czy nawet podziw) wielu ludzi na całym świecie (nawet tych tzw. „obojętnych religijnie”).

W 2009 roku ukazał się album zatytułowany Sammlung Philippi – Kopfbedeckungen in Glaube, Religion und Spiritualität, w którym zebrane są fotografie i opisy wszystkich zdobyczy Dietera Philippiego.

Główna część kolekcji poświęcona jest Kościołowi katolickiemu. W publikacji odnajdujemy także paramenta własne dla liturgii papieskiej czy samego papieża. Są to:

  • Piuska papieska (1) - biała
  • Tiara (1)
  • Saturno [Cappello Romano] (4) – czerwone (2) i białe (2)
  • Camauro (12) – czerwone (6) i białe (6)
  • Buty papieskie (17) [papieża Benedykta VI – 11; papieża Jana Pawła II – 6] – różne odcienie czerwonego, brązowego i białe
  • Pończochy papieskie (1) - białe
  • Sznur pektoralny (8) – złote
  • Paliusz papieski (4)
  • Szpile do paliusza papieskiego (3)
  • Aktówkę papieską (1) – biała
  • Pokrowiec na piuskę papieską (1) – biały
  • Pullower papieski (1) – biały
  • Pektorał [do koloratki] (1) – biały

Dokładne opisy każdej z wymienionych wyżej rzeczy możemy odnaleźć w książce (nazwy, użycie, materiał, wymiary, inne informacje). Przy niektórych eksponatach umieszczone jest także dodatkowe zdjęcie ukazujące pewne insteresujące szczegóły (np. kamienie szlachetne umieszczone w szpilach paliusza papieskiego).

Można się pokusić o stwierdzenie, iż autor opisywanej pozycji posiada garderobę niemal jak sam papież (jeśli chodzi o kardynałów, czy biskupów – Dieter Philippi posiada w swej kolekcji także pasy (fascia), szale, birety, czy sutanny używane przez tychże dostojników Kościoła).

Zdjęcia wszystkich eksponatów, a także wiele więcej informacji, czy szczegóły o książce (w wielu językach) znajdują się na stronie internetowej autora: dieter-philippi.de (możemy tam odnaleźć m. in. zdjęcia, prezentacje, teksty dotyczące papieskiej ferulae, pierścienia rybaka, etc.). Od pewnego czasy prowadzi on także blog internetowy.

Dieter Philippi, Sammlung Philippi – Kopfbedeckungen in Glaube, Religion und Spiritualität, Leipzig 2009, ISBN 978-3-7462-2800-6, s. 711.