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July 19, 2012

Staatsbesuch im Vatikan: Was das Protokoll vorsieht


Zenit.org: Am heutigen 20. November hat Papst Benedikt XVI. den italienischen Staatspräsidenten Giorgio Napolitano im Vatikan empfangen. Wie sieht der protokollarische Ablauf eines derartigen Besuches aus?

Die offizielle Visite eines Monarchen oder Staatsoberhauptes beim Papst folgt einem feierlichen Zeremoniell, das die Besucher immer wieder beeindruckt, in seinem genauen Ablauf aber nur wenigen Außenstehenden bekannt ist.


Die Ankunft der ausländischen Gäste im Damasushof des Papstpalastes wird durch Fanfarenstöße angekündigt; eine Abteilung der Schweizergarde erweist die militärischen Ehrenbezeugungen. Der Präfekt des Päpstlichen Hauses, der Generalrat des Staates der Vatikanstadt, der Kommandant der Päpstlichen Schweizergarde und Edelleute Seiner Heiligkeit (weltliche Kammerherren des Papstes) heißen den Staatsbesuch willkommen. Die Päpstliche Musikkapelle intoniert die Nationalhymne der Gäste.

Der Staatsgast, seine Gemahlin und der Außenminister des Landes werden vom Präfekten und den höheren vatikanischen Würdenträgern mit dem Aufzug zum zweiten Stockwerk des Apostolischen Palastes geleitet, das Gefolge führen die Edelleute Seiner Heiligkeit über die Treppen hinauf. An der Spitze des sich nun formierenden Ehrenzuges begibt sich ein Wachtmeister der Päpstlichen Schweizergarde, gefolgt von den Bediensteten der päpstlichen Vorzimmer (unter ihnen die „Sediari“, die ehemaligen Sänftenträger des Papstes), während Hellebardiere der Schweizergarde zur Rechten und Linken dem Staatsbesuch das Geleit geben.

Ulrich Nersinger

Suburbikarische Bistümer, Titelkirchen und Diakonien einst und jetzt


Zenit.org: In den kommenden Wochen werden Besucher und Bewohner der Ewigen Stadt Zeugen besonderer Feiern in römischen Kirchen werden. Im Öffentlichen Konsistorium vom 18. Februar 2012 hatte der Heilige Vater zweiundzwanzig Geistliche aus aller Welt in das Kardinalskollegium berufen, ihnen das Rote Birett aufgesetzt, einen kostbaren Ring angesteckt und Gotteshäuser in der Ewigen Stadt zugewiesen. Mit der Übertragung von Titelkirchen und Diakonien an die neuen Purpurträger wurden diese symbolisch dem römischen Klerus zugerechnet. Laut dem kirchlichen Gesetzbuch aus dem Jahre 1983 verfügen die Kardinäle in diesen Gotteshäusern jedoch über keine Leitungsgewalt und sollen „sich in keiner Weise in die Angelegenheiten einmischen, die sich auf deren Vermögensverwaltung, Diziplin oder kirchlichen Dienst beziehen“; es wird ihnen aber eindringlich empfohlen, „das Wohl dieser Kirchen mit Rat und Schirmherrschaft zu fördern“.

Die „presa di possesso“, die Besitzergreifung eines Titels oder einer Diakonie, ist sowohl für den Kardinal wie auch für die römische Gemeinde eine wichtige Zeremonie und ein beeindruckendes Geschehen. Ist der Kardinal ein Mitglied der Kurie finden sich häufig auch die Mitarbeiter seiner Behörde zu der Feier ein; manche auswärtigen Purpurträger reisen mit Pilgerzügen und -flügen aus ihrer Diözese an; bei den nichtitalienischen Kardinälen nehmen oft die beim Heiligen Stuhl und der Republik Italien akkreditierten Botschafter des Heimatlandes und die Alumnen des jeweiligen Nationalkollegs an der Zeremonie teil.

Nach der Besitzergreifung erfolgt ein Zusammentreffen des Purpurträgers mit dem Klerus und den Gläubigen seines Titels oder seiner Diakonie. Der Kardinal wird sich bei dieser Gelegenheit auch danach erkundigen, wie er „seine“ Kirche unterstützen kann. Purpurträgern aus reichen Ländern werden oft Gotteshäuser anvertraut, die dringend einer Renovierung bedürfen, oder die sich in den ärmeren römischen Stadtvierteln befinden und deren Gemeinden für jede ideelle und materielle Unterstützung dankbar sind. Immer schon haben sich die meisten der Kardinäle verpflichtet gefühlt, ihrem Titel oder ihrer Diakonie die notwendige Unterstützung zukommen zu lassen; viele Gedenktafeln und Inschriften bezeugen diese Verbundenheit eines Kardinals mit „seiner“ Titelkirche oder Diakonie.

Ulrich Nersinger

Der Papst als Zuhörer: Advents- und Fastenpredigten im Vatikan


Zenit.org: Predigten und geistliche Ansprachen im Vatikan sind kein ausschließliches Privileg des Papstes. Auch das Oberhaupt der katholischen Kirche versteht sich als Zuhörer – besonders in den besinnlichen Zeiten des Kirchenjahres.

In den vergangenen Jahrhunderten war die Homilie eines Papstes sogar eher die Ausnahme. Nur zu ganz besonderen Gelegenheiten legte er den Gläubigen bei der Feier der Heiligen Messe die Heilige Schrift aus. Es war üblich, dass zu bestimmten Festen Ordensleute und Priesterstudenten der verschiedenen römischen Kollegien bei der feierlichen Papstliturgie predigten. So hatte am Hochfest Allerheiligen ein Alumne des Collegium Germanicum-Hungaricum, des deutsch-ungarischen Priesterseminars in Rom, vor den Papst zu treten. Zudem gab es im Vatikan einen eigens bestimmten Prediger aus dem Ordenstand, der in der Advents- und Fastenzeit dem Papst, den Kardinälen, den Kurienbischöfen und den Angehörigen des Römischen Hofs geistliche Ansprachen hielt.

Den Prediger des Papstes gibt es noch heute. Im diesjährigen Advent wird er an vier Tagen (am 2., 9., 16. und 23. Dezember) im Papstpalast, in der Kapelle „Redemptoris Mater“ jeweils um 9.00 Uhr seiner Aufgabe nachkommen. Die Predigtreihe im Advent 2006 steht unter dem Thema: „‚Wir verkündigen Jesus Christus als den Herrn‛ (2 Kor 4,5) – Der Glaube an Jesus Christus heute“.

Mit Blick auf den Apostel Paulus, den Evangelisten Johannes und die Glaubensaussagen des Konzils von Nicäa wollen die vier Adventspredigten eine Betrachtung der aktuellen Lage des Glaubens an Jesus Christus geben. Die Predigtreihe fragt nach den Herausforderungen, denen sich heute zu stellen ist. Die Meditationen sollen helfen, sich auf das Weihnachtsfest so vorzubereiten, dass man den Erlöser empfängt wie Maria, die „im Glauben den gebar, den sie im Glauben empfangen hatte“ (heiliger Augustinus).

Ulrich Nersinger

Die Feuerwehr der Päpste


Zenit.org: Das schwere Erdbeben in Mittelitalien – in L’Aquila und Umgebung – hat viele Opfer gefordert, Verletzte und Tote. Tausende von Menschen haben ihr Hab und Gut verloren. Die Zahl der Obdachlosen nimmt ein erschreckendes Ausmaß an. Bemerkenswert jedoch ist die Hilfe, die den Erdbebenopfern aus ganz Italien zu Teil wird. Unter den vielen Helfern, die seit Montag in den Abruzzen im Einsatz sind, befinden sich auch Mitglieder der vatikanischen Feuerwehr.

Der Kommandant der vatikanischen Gendarmerie, Dr. Domenico Giani, der in der Vatikanstadt für die Sicherheitsdienste und den Zivilschutz verantwortlich zeichnet, sagte gegenüber Radio Vatikan: „Noch in der Nacht, sobald wir von dieser enormen Tragödie erfahren haben, habe ich mit unseren Vorgesetzten gesprochen, mit Bischof Boccardo und Kardinal Lajolo; wir haben dann das Staatssekretariat informiert... In diesem schmerzhaften Moment haben wir es als unsere Pflicht gesehen, dass auch die Feuerwehr des Vatikanstaates einen Beitrag leistet. Auch wenn der eher symbolisch ist – gemessen am Ausmaß der Katastrophe und der Zahl der Helfer des Zivilschutzes –, wir wollen in dieser großen Not da sein und unsere Hilfe anbieten. Das ist auch eine moralische Unterstützung für die Menschen die leiden – im Namen des Papstes“.

Die Feuerwehrleute des Heiligen Vaters leisten ihren Dienst in der Ortschaft Onna, die durch das Erdbeben fast zur Gänze von der Landkarte gelöscht wurde. Paolo De Angelis, Kommandant der vatikanischen Feuerwehr, berichtete aus Onna: „Die Lage ist katastrophal. Der Ort ist zerstört, allein hier haben die Hilfskräfte 40 Leichen aus den Trümmern geborgen. Wir arbeiten mit den italienischen Feuerwehrleuten zusammen, wir überprüfen die Statik der Häuser, die stehen geblieben sind und begleiten auch die Überlebenden in die Trümmer ihrer Häuser, um in kurzer Zeit und streng überwacht das wichtigste Hab und Gut sicher zu stellen. Die Bevölkerung hat unsere Ankunft als großes Zeichen der Solidarität gewertet. Die Menschen brauchen hier jetzt Trost und Unterstützung jeder Art, ihnen wurde ja alles entrissen. Diese Geste der Solidarität seitens des Vatikanstaates bedeutet für uns sehr viel – persönlich wie beruflich“.

Ulrich Nersinger

July 18, 2012

Mgr X. Barbier de Montault, Le costume ecclésiastique (le pape, les cardinaux...)

Die Fronleichnamsprozessionen der Päpste


Zenit.org: Pontifikatsmedaillen der Päpste, kostbare Kupferstiche und imposante Gemälde geben noch heute Zeugnis von den Fronleichnamsprozessionen in der Ewigen Stadt, jenem machtvollen Bekenntnis der katholischen Kirche zur Realpräsenz des Herrn im Allerheiligsten Altarsakrament.

Das Fest „Fronleichnam – Herrenleib“ (lat. „Corpus Domini“) geht auf die Visionen der Augustinernonne Juliana von Lüttich (1209) zurück. Die fromme Ordensfrau hatte beim Beten den Mond betrachtet und auf ihn einen kleinen schwarzen Flecken entdeckt. Christus bedeutete ihr im Traum, dass der Mond für die Kirche stehe, der Flecken aber für das Fehlen eines Festes zur Verehrung der heiligen Hostie. Mit der Apostolischen Bulle „Transiturus“ vom 11. August 1264 schrieb Papst Urban IV. (Jacques Pantaléon, 1261-1264) – als Erzdiakon von Lüttich war er mit der Untersuchung der Visionen der Ordensfrau betraut worden – das Fest für die Weltkirche vor. Sein Tod verhinderte jedoch die Durchführung dieser Anordnung. Papst Johannes XXII. (Jaques Duése, 1316-1334)  verschaffte ihr dann allgemeine Geltung, indem er sie im Jahre 1317 in den „Klementinen“, einer Sammlung päpstlicher Dekrete, veröffentlichte.

Eine der ersten Prozessionen zum Fest „Corpus Domini“ dürfte um das Jahr 1278 in Köln stattgefunden haben. Der Ablauf der Fronleichnamsprozession wurde jedoch erst im „Caeremoniale Episcoporum“ von 1600 und im „Rituale Romanum“ von 1614 geregelt; im Gegensatz zu der diesseits der Alpen gebräuchlichen Form bestand er aus einem mit Gesängen begleiteten ununterbrochenen Umgang, an dessen Schluss der Segen mit dem Sanctissimum erteilt wurde.
 
von Ulrich Nersinger

July 5, 2012

Ulrich Nersinger - Insignien des Papstes - einst und jetzt. Sedia Gestatoria, Talamo un Flabelli

Norme Ceremoniali per gli Eminentissimmi Signori Cardinali

Corte Papale e Corpi Militari

July 2, 2012

La Messa Papale raccontata da Gioacchino Belli


La cappella papale ch'e' successa
Domenica passata a la Sistina
Pe' tutta la quaresima e' l'istessa
Com'e' stata domenic'a matina.

Sempre er Papa vie' fora in portantina:
Sempre quarche Eminenza canta messa;
E, quello che piu' a tutti j'interessa,
C'e' sempre la su' predica latina

Li Cardinali ce stanno ariccorti
Cor barbozzo inchiodato sur breviario
Come tanti cadaveri de morti.

E nun ve danno piu' segno de vita
Fin che nun je s'accosta er caudatario
A dije: "Eminentissimo e' finita".

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Sonetti romaneschi, 14 aprile 1835

La Messa Papale raccontata da Stendhal


25 dicembre 1828: Questa mattina siamo andati, forse per la decima volta, ad ascoltare la messa del papa. È una specie di ricevimento della domenica alle Tuileries. Quando il papa sta in Vaticano la cerimonia si celebra nella cappella Sistina, quando sta al Quirinale nella cappella Paolina; la messa si ripete tutte le domeniche e negli altri giorni festivi, e il papa, quando sta bene, non vi manca mai.


Il Giudizio universale di Michelangelo occupa tutta la parete di fondo della cappella Sistina, grande come una chiesa. Nei giorni di cappella papale contro questa parete vien messo un arazzo del Barroccio rappresentante l’Annunciazione; davanti all’arazzo vien sistemato l’altare. In Francia sicuramente non sì sarebbe tanto barbari. Il papa fa il suo ingresso dal fondo della cappella e si siede alla sinistra del pubblico, su una poltrona dallo schienale molto alto, un vero trono sormontato dal suo baldacchino. Nel 1827 l’Ingres ha esposto un quadretto che dava un’idea perfetta della cerimonia e della cappella Sistina. Lungo il muro, a sinistra, siedono i cardinali, i vescovi e i preti, tutti vestiti di rosso. Di fronte al papa, a destra dello spettatore, prendono posto i cardinali-diaconi, che sono in numero limitatissimo. La messa papale è il grande appuntamento di tutti i cortigiani; anche una enorme quantità di frati ha diritto ad assistervi, ed essi approfittano lungamente della concessione. Sono i generali degli ordini, i " procuratori ", i " provinciali ", ecc. Tutti costoro son separati dal pubblico da una cancellata di noce alta cinque piedi. Per uno straniero intraprendente non è affatto difficile intavolare una conversazione con uno di loro. Se poi il turista vuol proprio divertirsi, cerchi di esternare al suo interlocutore una sfegatata ammirazione per i gesuiti: vedrà la maggior parte dei monaci, specialmente quelli vestiti di bianco come il cardinale Zurla, tradire immediatamente una vivissima antipatia per i discepoli di Loyola. Tutte queste conversazioni si svolgono prima dell’inizio del servizio divino, mentre si attende l’arrivo del papa. Uno dopo l’altro arrivano i cardinali. A mano a mano che entrano nella cappella, ciascuno di loro va a genuflettersi su un inginocchiatoio sistemato davanti all’altare e per tre o quattro minuti rimane assorto nella più fervida preghiera: molti di loro compiono la cerimonia con molta dignità e compunzione. Fra i più devoti di questa mattina abbiamo notato il Gran Penitenziere cardinal Castiglioni e il bel cardinale Micara, generale dei cappuccini, che porta ancora la barba e l’abito del suo ordine, come tutti i cardinali che vengono dai frati, riconoscibili perché portano lo zucchetto rosso. Fra i cortigiani abbiamo notato due frati elegantissimi, tutti vestiti di bianco. Son stati loro ad indicarci i cardinali a mano a mano che entravano nella cappella. La cura del vestire è di capitale importanza: i buoni monaci mostravano molta curiosità per le decorazioni e le croci e sembravano non apprezzare nessuno se non dall’abito.

Passeggiate romane, ed. Laterza 1973.

June 11, 2012

Dom Carbol - La liturgie et les papes. Bibliographie


Comme il eût été impossible dans un chapitre de la nature de celui-ci de développer toutes les questions qui se rapportent à la liturgie papale, nous donnons dans cette bibliographie les titres d’ouvrages où l’on trouvera tous ces sujets traités, d’ordinaire par des érudits de valeur et parfois dans le plus grand détail.

Paris de Grassis, maître des cérémonies de Léon X, Diarium curiae romanae... necnon de diariis et libris caeremoniarum curiae romanae, Leipzig, 1731 ; sur cet ouvrage, cf. Dom Guéranger, op. cit., t. I, p. 372 ; Giorgi, De Liturgia Romani Pontificis in solemni celebratione missarum, 3 vol. Romae, 1744 ; Angelo Rocca, Thesaurus pontificiarum antiquitatum necnon rituum ac caeremoniarum, 2 vol., Romae, 1745. Il est l’auteur de quelques traités sur des points spéciaux du cérémonial papal, de Sacrosancto Christi corpore romanis pontificibus iter conficientibus praeferendo commentarius (une dissertation en français sur le même sujet dans Corblet, L’Eucharistie, t. I, p. 530), etc. ; de Calceis pontificiis, etc. ; de Sacra summi pontificis communione, etc. ; Novaes un ouvrage (rare) sur l’élection, le couronnement et autres cérémonies, sous ce titre Introduzione alle vite de summi Pontefici, etc., Rome, 1822 ; Carmeli, Sopra l’uso di bacciare i pedi al Papa, Rome, 1768 ; Ciampini, An pontifex romanus utatur baculo pastorali, Rome, 1690 ; Favisanni, De ritu sanctissimae crucis romano Pontificis praeferendae, Rome, 1592 ; Moraes S. J., De ornatu summi Pontificis ; Fr. Cancellieri, Descrizione de tre pontificali che si celebrano nella basilica vaticana per le feste di natale, di pasqua e di S. Pietro, Romae, 1788 ; Notizie interno alla novena vigilia notte e festa di natale... Romae, 1788 ; Capelle pontificie e cardinalizie, Naples, 1783 ; Moroni, Histoire des chapelles pontificales, tr. par A. Manavit, in-8°, Sagnier et Bray, 1846. (Sous le nom de chapelles pontificales on entend les messes solennelles célébrées par le pape, celles où il assiste, les vêpres où il officie ou auxquelles il assiste et autres cérémonies auxquelles il prend part, pour son couronnement, pour les jubilés, conclaves, pour la canonisation, etc.). Le traducteur a complété l’ouvrage par de nombreuses notes sur le Pallium, la tiare, la Sedia gestatoria, les Agnus Dei, etc., si bien que son livre peut être considéré comme un traité complet sur la liturgie papale. Il est aussi l’auteur d’un ouvrage plus résumé: Précis des cérémonies papales, 1842, sorte de guide pour les étrangers qui vont à Rome, notamment pendant la semaine sainte.

Comme le dit le traducteur des Chapelles papales du chevalier Moroni, les livres et dissertations qui ont paru sur la liturgie papale forment à eux seuls une bibliothèque et les quelques titres que nous venons de citer n’en sont qu’une petite partie. On les trouve cités et résumés dans le Dizionari di erudizione du même auteur, et l’Histoire des chapelles papales, en un volume in-8° de 500 p., n’est que la traduction abrégée d’un des articles de ce dictionnaire. C’est toutefois en français l’ouvrage le plus complet sur la liturgie papale durant les derniers siècles.

Catalani, Sacrarum caeremoniarum sive rituum ecclesiasticorum sanctae Romanae Ecclesiae libri tres, Rome, 1750, 2 vol. in-fol.

C’est la réédition du fameux ouvrage d’Aug. Patriccii Piccolomini, publié par Marcel, archevêque de Corcyre, qui fut l’occasion en son temps d’une violente polémique. Catalani a repris cette édition, l’a considérablement corrigée et augumentée et l’a dédiée à Benoît XIV. L’ouvrage est souvent confondu avec le Cérémonial des évêques, appelé couramment Cérémonial romain, et que Catalani a, du reste, également édité et commenté, comme le pontifical et le rituel. Le Sacrarum caeremoniarum S. R. E. est à prorement parler le cérémonial papal et contient les cérémonies du conclave, du couronnement, et toutes les autres cérémonies de la cour romaine. Au fond, les ouvrages de Giorgi, de Rocca, de Moroni, de Cancellieri et autres que nous citons dans notre bibliographie dérivent tous plus ou moins de celui de Piccolomini dont le vraie titre est celui-ci : Agostino Patrizzi Piccolomini, Ceremoniale Romanum, Venetiis, 1448. Une autre édition: Sacrarum caeremoniarum sive rituum ecclesiasticorum sanctae Romanae Ecclesiae, Libri tres, Venetiis, 1582. Cf. Aussi Dom Guéranger, t. I, 373; C. B. Piazza, Eorterologio overo le sacre stazioni romane e feste mobili, Roma, 1858 (très nombreux renseignements sur la liturgie papale) ; Josephi Stephani (Estave), De osculatione pedum Romani Pontificis, Romae, 1588 ; Dr. J. Kösters, Die Papstwahlen u. Die mit ihnen im nächsten Zusamenhange stehenden Ceremonien, Gott., 1871 ; du même : Studien zu Mabillons Romischen Ordines, Münster i. Westf., 1905 ; Herbert Thurston, The holy Year of Jubilee, un vol. In-8°, London, 1900 ; ouvrage de sérieuse érudition où l’on trouve de nombreux renseignements sur le cérémonial du pape.

On peut classer à la suite l’Annuaire pontifical publié chaque année depuis 1893 par Mgr Battandier et continué jusqu’aujourd’hui (1933). Il contient sur le pape, sur la cour pontificale, la liturgie de Rome, des renseignements au jour le jour qui complètent les ouvrages cités.

On trouvera aussi plusieurs de cérémonies papales décrites dans l’Année liturgique, ainsi la Rose d’or au IVe dimanche de carême, les Agnus Dei au mercredi de Pâques, etc.

Mgr Barbier de Montault a publié, d’après les auteurs italiens que nous avons cités, plusieurs opuscules sur l’Année liturgique à Rome, sur le Cérémonial papal aux fêtes de Noël, de l’Épiphanie, de Pâques, etc. Ils ont été publiés à part puis réédités dans les 16 volumes de ses oeuvres, Poitiers, 1889-1902, que la critique a traitées sévèrement ; Müntz, La tiare pontificale dans Mémoires de l’Académie des I. et B. L., t. XXXVI, p. 235-324, 1898, a pu renouveler un sujet bien souvent traité, faire l’histoire de la tiare du Ve au XVIe siècle et donner quelques documents inédits.

Pour les vêtements et ornements réservés au pape, palliu, tiare, etc., outre les ouvrages cités ci-dessus, voir les nombreux auteurs de ce vestiaria, ou Vestiarium Christianum mentionnés par U. Chevalier, Topo-bibliographie, v° Vêtements ecclésiastiques, liturgiques. Ajouter Braun, Die liturg. Gewandung, Fr. i. Br., 1907.

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Don G. Lenzi - Sermon pour le IVème dimanche de Câreme



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Monsieur le Recteur,
Messieurs les abbés,
Chers amis,

Nous voici au dimanche de Laetare, le dimanche en rose… la liturgie encore une fois nous parle par ses symboles.

L’autel est orné de fleurs, la couleur violette des ornements est amoindrie par la fait d’utiliser le rose… on peut toucher l’orgue, les ministres sacrés reprennent les ornements de joie. Tout exprime une certaine félicité, un certain calme. Ces derniers temps, nous avons souvent entendu parler de pénitence ; par les exercices de carême nous avons  réprimé notre corps, nous avons fortifiée notre âme contre les attaques du démon pour faire davantage de place à Notre Seigneur Jésus Christ. L’Eglise aujourd’hui nous dit « mes enfants, réjouissez vous ; faites une pause, à fin de ne pas tomber dans l’erreur de ceux que en parlant trop d’une chose - dans notre cas la pénitence -    se lassent  trop vite d’elle en la réduisant à un simple sujet de sermon vide et ennuyant. ».

Ce dimanche est une pause, que nous espérons,  bien méritée : comme tout athlète dans son exercice physique et comme tout alpiniste dans sa montée, nous avons besoin, si nous avons fait bien notre boulot, de nous arrêter pour essouffler un peu, reprendre des forces, méditer sur notre but, sur notre fin pour éviter que notre carême devienne inutile.

Comme un matelot que de son navire entrevoyant la cote après des jours et des jours de dure navigation se réjouit même s’il sait qu’il lui manque encore un peu pour pouvoir arriver au port  désiré. De la même manière, nous nous réjouissons avec l’Eglise de tous les mystères et les grâces que l’Incarnation, la Passion, la Mort et la Résurrection de Jésus nous ont apportés.

Il s’agit d’un dimanche d’encouragement : et cela se fait en déliant les fideles de la trop austère pénitence rituelle que  la liturgie leur a présenté jusqu’à maintenant.

Si par contre les occupations du monde, notre paresse et notre tiédeur nous ont empêché de vivre bien la première partie du carême, alors ce dimanche est la pour nous encourager différemment : il est la pour nous donner une nouvelle force, une nouvelle poussée  pour se reprendre en main, et vivre mieux au moins la dernière partie de ce temps favorable pour notre salut.

Mais voyons pour quelle raison et comment ce dimanche est devenu par volonté de Dieu à travers la tradition, un dimanche de joie…notre pause de mi-carême.  

Il y a bien de quoi se réjouir, chers amis, en ce jour ainsi riche de symboles et de thèmes chrétiens :

C’est bien le jour de la joie ;  joie maternelle, joie du printemps, fête eucharistique, j’oserai même dire une vrai joie pascale par anticipation!

JOIE MATERNELLE : Dans les temps antiques, le jeûne pascal ne commençait à Rome que le lendemain de laetare: ce dimanche était donc une sorte de dimanche de Carnaval. Plus tard, quand le Carême dura 40 jours, en hommage  au jeune de notre Seigneur dans le désert l’Eglise garda le dimanche de mi-carême et on en fit un jour de détente dans la sévérité du Carême pour signifier aussi la joie maternelle de l’Eglise dans le contexte de préparation au baptême autrefois conféré à nombreux catéchumènes le samedi de Pâques.

JOIE DU PRINTEMPS : Nous ne pouvons plus réprimer la joie de l’attente. L’Eglise, société  bien ordonnée de nature divine et humaine  sait que l’homme vit avec le temps, selon le cycle de saisons. Elle n’a pas le culte de l’homme mais elle l’amène a son but par les moyens surnaturelles et aussi naturelles : ce jour est aussi une sorte de fête du printemps ; il nous suffit faire un tour dans la nature pour voir les premières fleurs, les oiseaux et tout genre d’animaux qui se réveillent après le long hiver. L’Église se réjouit de la résurrection de la nature, dans laquelle elle voit encore une image de la résurrection du Christ et de l’âme qui se relève du péché. C’est pourquoi, à Rome, aux premiers siècles on apportait aujourd’hui les premières roses à l’Église ; les chrétiens s’offraient mutuellement des roses qui on commença à bénir. C’est ce qui explique aussi l’antique usage de la bénédiction de la rose d’or par le Pape sur laquelle il faut nécessairement dire un mot : un rite très ancien déjà pratiqué constamment à l’époque de St. Léon IX et d’Innocent III. Le descriptif de cette cérémonie magnifique peut être trouvé dans les journaux des cérémoniaires papales de tous les siècles, et était encore pratiquée mais simplifiée par les papes du siècle dernier. 

Dans le rite plus ancien, le souverain pontife, autrefois résidant dans le palais du Latran, après avoir bénit une rose entièrement d’or , après l’avoir ointe avec le St. Chrême et avoir répandu sur elle une poudre parfumée,  partait en cavalcade la mitre en tête, la rose en main, suivi du sacré collège qui revêtait pour l’occasion un habit spécial à ce jour : un habit choral entièrement en soie moirées rose.  Arrivé à la basilique de St. Croix en Jérusalem (église stationale d’aujourd’hui) il y prononçait un discours qui résumait tous les symboles de ce jour…et surtout le sens mystique de la rose laquelle représente par sa beauté, sa couleur et son parfum la sainteté et la grâce apporté par Notre Seigneur J.C.  La rose est le symbole du Ressuscité, mais aussi symbole de la joie chrétienne.

La basilique de St. Croix qui possède les reliques les plus précieuses de la Passion de Jésus, d’où son nom St. Croix en Jérusalem, (on y trouve en effet la Croix, les Clous, l’Inscription de la Croix, la terre du calvaire, le doigt de St. Thomas et même la croix du bon larron), cette station donc ouvre notre pensée à la semaine sainte qui s’approche et à tous les mystères de notre Rédemption. Le Romain Pontife y célébrait alors la CAPPELLA PAPALE (la messe pontificale du pape) ; la rose au cours de la messe était placée sur l’autel dans un rosier en or et pierreries ou dans un vase précieux recouvert de pierres et finement ciselé. La messe achevée, il chevauchait encore une fois vers le Latran avec la rose en main. Arrivé au palais, le prince du rang le plus élevé présent au cortège descendait de son cheval pour tenir l’étrier et aider le Prince des Apôtres à descendre. Le Pontife alors offrait à ce prince ce sacramental : la rose bénit.    Ah combien de fois le Roi de France et de Navarre eu cet admirable privilège… combien de fois il a servi la Sainte Eglise et reçu la rose d’or…

Mais revenons à la joie d’aujourd’hui…

Enfin, JOIE EUCHARISTIQUE : ce jour est aussi un dimanche eucharistique : le Christ est sur le point de fonder sa famille ; c’est au prix de son sang qu’il nous gagne notre pain quotidien : la sainte communion, ce pain doit être un fruit de sa Passion ; c’est ce que nous indique l’Évangile d’aujourd’hui. Le Christ est le nouveau Moïse qui, dans le désert de la vie, nous présente la manne céleste.

Et même si l’Église nous aide au moyen de la communion fréquente, cet évangile est la pour nous solliciter à une préparation plus attentive à la Sainte Communion Pascal, préparée, nous l’espérons, par une bonne confession.
           
Pour cela nous pouvons dire que le dimanche de laetare met dans nos cœurs une véritable

JOIE PASCALE : Le miracle de la multiplication des pains décrit par St. Jean Apôtre et Evangéliste nous est proposé comme l’emblème de l’inépuisable aliment eucharistique que le Christ même nous a offert dans ses derniers trois saints jours… « J’ai désiré d’un extrême désir manger cette Pâque avec vous… » nous dira Jésus le jeudi saint.  

Réjouissons-nous donc et exultons avec la sainte liturgie, chers amis, car une fois morts au pêché  avec le Christ pendant le dur temps du Carême, nous serons ressuscités avec Lui dans la Sainte Communion Pascale. 

Pour cela il faut bien profiter de la joie d’aujourd’hui… cette année notre joie est redoublée par la fête de St. Joseph que nous célébrons lundi et auquel nous nous confions pour bien arriver à Pâques.

Ainsi soit-il. +

Don Giorgio Lenzi IBP

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Référence :
- Dom Prosper Guéranger, Institution liturgiques
- Pius Parsch, L’année liturgique
- Moroni, Histoire des Chapelles papales